
Louis Oosthuizen wird LIV Golf den Rücken kehren und fordert damit einen klaren Neustart im Profigolf. Der Major-Champion ist damit nicht der erste Star, der sich von der umstrittenen Liga distanziert, und seine Entscheidung könnte den Stein für eine neue Ära so richtig ins Rollen bringen. Er will mehr Kontrolle über seinen Schedule und nicht länger von isolierten Events durch die ganze Welt gejagt werden, um seinen Körper optimal managen zu können.
Der 2010er Open-Sieger war seit dem ersten Event im Juni 2022 am Start, führte die Southern Guards GC als Captain an und holte sich zweimal einen 2. Platz bei Einzel-Events. Sein Abschied kommt jetzt, da die Spieler bis zum 25. Oktober die Wahl haben, ob sie bei einer möglichen LIV-Version 2027 dabei sein wollen. Für Oosthuizen ist die Unsicherheit, gepaart mit den Reisestrapazen, ein No-Go.
LIV am Scheideweg?
Oosthuizens Move folgt auf ähnliche Entscheidungen von Größen wie Jon Rahm, Brooks Koepka und Patrick Reed – eine Art Exodus, der die Zukunft von LIV Golf in Frage stellt. Die Liga soll Berichten zufolge gerade ein Chapter-11-Insolvenzverfahren durchlaufen, nachdem Saudi-Arabiens Public Investment Fund die Unterstützung reduziert hat. Eine Investitionsfirma soll eine potenzielle $300-Millionen-Lebensader bereitgestellt haben, während LIV über ein stark verändertes 2027er Modell nachdenkt.
Zurück auf dem Grün
Der 44-Jährige ist diese Woche nach einer zweimonatigen Verletzungspause beim Hong Kong Open am Start und zeigt damit, dass sein Fokus wieder voll auf dem Sport liegt. Obwohl er das Team-Konzept bei LIV genoss, scheint die Kombination aus Reiseaufwand und der unsicheren Zukunft der Liga für ihn keine Option mehr zu sein. Wie es mit seinem Status auf der PGA Tour oder DP World Tour weitergeht, ist noch völlig offen.


