
Kevin Kisner lässt die Gerüchteküche brodeln: Er rechnet damit, dass PGA Tour Boss Brian Rolapp Jon Rahm eine schnelle Rückkehr 2027 verweigern wird, selbst wenn Rahm LIV Golf nach dem Ende des aktuellen Modells den Rücken kehren sollte. Das wäre ein echter Hammer, denn der Masters-Champion von 2023 müsste sich dann seinen Weg zurück auf die Tour hart erkämpfen – ein deutliches Zeichen der PGA Tour, dass man Absprünge nicht einfach so verzeiht.
Eigentlich gäbe es ja das „Returning Member Program“, das Anfang 2026 ins Leben gerufen wurde, um Brooks Koepka die Rückkehr zu ermöglichen. Rahm, mit seinem Major-Sieg im Rücken, würde die Kriterien dafür wohl erfüllen. Doch Rolapp hat bereits klargestellt, dass es keine Pläne gibt, dieses Programm wieder aufzurollen. Kisner findet das richtig: Die PGA Tour hatte Rahm schon im letzten Offseason eine Tür offen gehalten, die er nicht nutzte. Seine Ansicht ist klar: Rahm soll sich seinen Platz zurückverdienen, vielleicht über die Top 10 der DP World Tour.
Zoff auf und neben dem Gruen
Die Rahm-Story ist aber nur ein Teil des Dramas, das Kisner gerade inszeniert. Gleichzeitig liegt er öffentlich mit Rory McIlroy im Clinch. Kisner warf McIlroy vor, dass seine Teilnahme an der DP World India Championship weniger von seiner Mission, den Golfsport global zu pushen, angetrieben wurde, sondern eher von einer kolportierten Antrittsgebühr von satten 10 Millionen Dollar. Ein direkter Treffer unter die Gürtellinie.
McIlroys Konter
McIlroy konterte prompt und fragte, woher Kisner seine Motivation kenne. Er hielt dagegen, dass beides gleichzeitig stimmen kann: Kohle kassieren und den Sport in Indien wachsen lassen. McIlroy ist ohnehin heiß auf seinen achten Race to Dubai Titel und wird dafür das nächste Event in Südkorea auslassen, um bei den Saison-Finals in Abu Dhabi und Dubai richtig am Start zu sein.
Das Fazit bleibt: Kisner ist überzeugt, Rahm muss sich hinten anstellen. Ein Special Treatment gibt’s wohl nicht. Die PGA Tour zeigt hier, wer die Hosen anhat.


