
Die DP World Tour tanzt auf einem Drahtseil und Eddie Pepperell platzt der Kragen: Die Überlegungen der Tour-Chefs, ausgewählten LIV-Spielern, die den Abtrünnigen-Circuit verlassen, garantierte Einladungen für 2027 zuzusichern, sei ein Verrat an loyalen Mitgliedern. Was für eine Ansage, die die Golfwelt gerade mal wieder in Aufruhr versetzt!
Klartext: Die DP World Tour hatte eigentlich betont, dass ein Verbleib in der geplanten LIV-Struktur 2027 und eine Mitgliedschaft bei ihnen nicht vereinbar sind. CEO Guy Kinnings formulierte das als klare Wahl. Diese harte Linie hat zuletzt einige prominente Namen wie Jon Rahm und Tyrrell Hatton dazu bewogen, sich von den LIV-Plänen für 2027 abzuwenden, während LIV selbst nach Bankrottverfahren und dem Rückzug saudischer Gelder ums Überleben kämpft. Doch jetzt kursieren Gerüchte über geheime Deals mit anderen LIV-Spielern, die dann für 2027 nicht exempt wären – begrenzte Startplätze, ausgenommen die fetten Rolex Series Turniere.
Loyalität vs. Star-Power
Dieser potenzielle Kuhhandel sorgt für ordentlich Zündstoff. Pepperell sieht darin einen Affront gegenüber all den Golfern, die der Tour die Treue gehalten haben – und natürlich den aufstrebenden Talenten, die sich mühsam durch die Q-School kämpfen. Er bekommt Rückendeckung von Marco Penge, dem Tour-Zweiten von 2025, und auch Joost Luiten schimpft über die "schwache" Politik. Für Luiten sollten Sponsoren-Einladungen stattdessen junge Spieler, lokale Talente und eben diejenigen belohnen, die der DP World Tour immer treu geblieben sind.
Poker um die Zukunft
Hinter den Kulissen scheint ein knallhartes kommerzielles Kalkül zu stecken: Die Rückkehr von Zugpferden wie Rahm und Hatton könnte die Starterfelder aufwerten, das Medieninteresse befeuern und die Sponsoren glücklich machen. Doch der Preis dafür ist hoch. Er riskiert, etablierten Mitgliedern und aufstrebenden Profis die Chancen zu verbauen und die Loyalität der eigenen Reihen nachhaltig zu beschädigen. Die Lage ist noch komplett im Fluss, die Einladungen sind noch in Verhandlung und die Anzahl der Rückkehrer ist ein dickes Fragezeichen. Die Tour spielt hier auf hohem Risiko.


