
Wyndham Clark holt sich bei der BMW Championship den Titel, doch sein dritter Sieg 2026 ist nicht der einzige Aufreger des Wochenendes. Ein mutmaßlicher Regelverstoß auf dem 14. Grün heizt die Gemüter an und lässt die Golf-Community rätseln: Hat Clark sich seinen Triumph unsauber erkämpft?
Die Szene spielte sich auf dem Par 4 ab, nachdem Clark seinen Abschlag weit ins rechte Rough gefeuert hatte. Was dann folgte, sorgte für hochgezogene Augenbrauen: Während des Broadcasts bemerkte CBS-Analyst Trevor Immelman, wie Clark mehrfach verschiedene Eisen hinter seinem Ball platzierte. Die Befürchtung: Könnte das wiederholte Herumprobieren die Lage des Balls im Rough verbessert, das Gras niedergedrückt und ihm so einen unfairen Vorteil verschafft haben? Genau dieses Manöver könnte unter Regel 8.1 fallen, die das Verbessern der Bedingungen für den Schlag untersagt.
Der Ball im Rough – und die Folgen
Trotz der hitzigen Diskussionen und der genauen Beobachtung durch die Kameras gab es keine offizielle Strafe. Das Resultat: Wyndham Clark dominierte die Konkurrenz und sicherte sich den Sieg mit drei Schlägen Vorsprung vor Patrick Cantlay, während Rory McIlroy den dritten Platz belegte. Eine richtig starke Vorstellung, die Clark seinen dritten PGA Tour-Sieg in diesem Jahr einbrachte. Ein Erfolg, der die Saison 2026 für ihn zu einem absoluten Highlight macht.
Was sagt die Golf-Community?
Die Social-Media-Kanäle kochten über. Während die PGA TOUR Clarks Birdie-Serie zum Schluss feierte, hagelte es auf X (ehemals Twitter) Vorwürfe. Fans sprachen von "dreistem Betrug" und kritisierten, dass Clark "drei verschiedene Schläger hinter den Ball" gelegt und damit offensichtlich seine Lage im Rough verbessert habe. Das sei keine Frage der Interpretation, sondern klarer Regelbruch, so der Tenor. Doch offizielle Bestätigungen für eine Strafe gab es keine, und so steht Clarks Triumph – wenn auch mit einem kleinen, bitteren Beigeschmack. Die Debatte, ob es ein cleveres Ausloten der Regeln oder doch ein Foulspiel war, läuft weiter.


