
Die Golf-Welt hält den Atem an: Lee Westwood hat Rory McIlroy frontal widersprochen und damit die ohnehin schon hitzige Debatte um den sportlichen Wert der LIV-Spieler neu entfacht. McIlroy hatte ja erst kürzlich kräftig ausgeteilt und den Wert der LIV-Golfer in Frage gestellt, ja sogar angedeutet, ihre Rückkehr zur PGA Tour sei schwierig, weil die Tour "einen wirklich guten Lauf" hätte. Westwoods Konter ließ nicht lange auf sich warten und war, typisch für den Briten, unverblümt und direkt.
Westwood sah McIlroys Aussagen als "nicht gut durchdacht" an und beharrt darauf, dass die LIV-Spieler sehr wohl einen immensen Mehrwert für Turniere mitbringen. Als glasklaren Beweis führte er die Alfred Dunhill Championship an: Von den 26 oder 27 Sponsor-Einladungen gingen dort sage und schreibe 25 an LIV-Spieler. Das zeigt doch, dass Sponsoren und Veranstalter diese Cracks unbedingt am Abschlag sehen wollen.
Alte Wunden, neue Scharmützel
Diese neueste Eskalation ist nur die jüngste Runde in einer schon lange schwelenden Fehde zwischen McIlroy und Westwood, die sich um Sanktionen, Spielerwechsel und die Zukunft des Profigolfs dreht. Westwood selbst, der seit Januar 2023 nicht mehr auf der DP World Tour am Start war und die Alfred Dunhill Links Championship zuletzt 2019 spielte, äußerte sich auf TNT Sports, live von der LIV Golf Indianapolis. Dort war er diese Woche selbst am Start und lieferte eine richtig starke Performance ab.
Das Duell geht weiter
Es geht hier nicht mehr nur um ein paar Schläge auf dem Grün, sondern um handfeste Machtverhältnisse und die kommerzielle Zugkraft der Spieler. Während McIlroy die PGA Tour in einem "really good spot" sieht und LIV als "nie gut für das Spiel" brandmarkte, kontert Westwood mit harten Fakten und dem Argument, dass die Attraktivität der LIV-Stars für Turniere unbestreitbar ist. Die Meinungen der Golfer-Community sind, wie zu erwarten, gespalten, und dieses Duell der Worte läuft auf Hochtouren.


