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Weltranglistenerster Scheffler gewinnt Tour Championship

Historischer Sieg! So dominant war der Champion noch nie.

PG
PGA Tour
30. August 2026 · 3 Min. Lesezeit
Weltranglistenerster Scheffler gewinnt Tour Championship

Was für eine Aufholjagd am Sonntag: Die Nummer eins der Welt, Scottie Scheffler, hat Viktor Hovland eiskalt überrumpelt und sich die PGA Tour Championship zum zweiten Mal in der Geschichte geschnappt.

Der vierfache Major-Champion, der die Saison-Abschluss-Tour Championship bereits 2024 für sich entschied, zimmerte eine 66er-Runde auf den Platz, vier unter Par. Damit stand er am Ende bei satten 16 unter Par und sicherte sich im East Lake Golf Club in Atlanta einen beeindruckenden Drei-Schläge-Vorsprung.

Er ging mit drei Schlägen Rückstand in den Finaltag, nachdem der Samstag ihm nicht ganz die gewünschten Scores geliefert hatte. Doch Scheffler knabberte unaufhörlich an Hovlands Führung, drehte dann auf den letzten Löchern richtig auf und schnappte sich damit nicht nur den fetten Scheck über 10 Millionen Dollar, sondern auch den 22. Titel seiner PGA Tour Karriere.

„Heute war so ein Tag, an dem ich das Glück hatte, gut in den Morgen zu starten und dann ein paar Birdies zu lochen, um den Sack zuzumachen", resümierte Scheffler später. „Immer weiterzukämpfen, Tag für Tag, das macht mich stolz. Und aus dem Hinterhalt zu kommen und Turniere zu gewinnen – das ist einfach ein richtig gutes Gefühl!“

Für Hovland, der nach seinem Triumph 2023 eigentlich den zweiten Tour Championship-Sieg im Visier hatte, schmolzen die Hoffnungen dahin. Seine Abschlussrunde war eine 72, zwei über Par, und er landete bei 13 unter Par.

Scheffler hatte seinen Angriff schon früh am Tag gestartet. Am Par-3-Loch 2 gelang ihm ein brillantes Birdie, als sein Abschlag nur einen Zentimeter vom Loch entfernt landete – ein simpler Tap-in, mehr Show als Skill, aber der Startschuss war gefallen. Ein weiteres Birdie folgte am vierten Loch, als er einen 23-Fuß-Putt eiskalt versenkte. Ein kleiner Aussetzer am siebten Loch brachte ein Bogey aufs Scorecard, doch Scheffler bügelte diesen Patzer direkt mit seinem dritten Birdie des Tages am achten Loch wieder aus. Läuft bei ihm!

Birdies an der 10 und 13 ließen ihn auf vier unter Par vorstoßen, bevor ein Bogey an der 15 seinen Lauf kurzzeitig bremste. Doch den entscheidenden Schlag setzte er an der 16: Ein sensationeller zweiter Schlag aus dem Bunker landete so perfekt, dass er nur noch einen 11-Fuß-Birdie-Putt einlochen musste. Zack, da war der Zwei-Schläge-Vorsprung!

Hovland hatte an der 15 noch die goldene Chance, einen Schlag gutzumachen, doch sein Putt lippte bitter aus. Ein Geschenk für Scheffler, der damit endgültig die Kontrolle übernahm. Der Norweger vergab an der 16 eine weitere Birdie-Chance, sein Putt kurvte quälend am Loch vorbei. Zwei Löcher vor Schluss lag er damit zwei Schläge zurück. Spätestens nach seinem dritten Bogey des Tages waren die Zeichen für Hovland klar: Drei Schläge Rückstand machten Scheffler quasi uneinholbar.

Ein frustrierender Finaltag für Hovland, der am Samstag noch in der dritten Runde Putt um Putt versenkt hatte und eine Hammer-Runde von 65 (fünf unter Par) hingelegt hatte. Doch am Sonntag verließ ihn sein sicheres Händchen auf dem Grün – ein einziges Birdie war die magere Ausbeute.

Ryan Gerard landete nach einer abschließenden 72 auf einem starken 3. Platz bei 12 unter Par.

Nordirlands Rory McIlroy, der sich am Samstag mit einer blendenden 63er-Runde (sieben unter Par) noch richtig in den Titelkampf geworfen hatte, tat sich am Finaltag schwerer und lieferte eine 69 (eins unter Par) ab. McIlroy landete in einer Gruppe von sieben Spielern bei 11 unter Par, ganze fünf Schläge hinter Schefflers Sieger-Score.

Englands Tommy Fleetwood, der Champion von 2025, lag einen Schlag hinter McIlroy und teilte sich den 11. Platz bei 10 unter Par – zusammen mit Australiens Adam Scott und US-Boy Cameron Young.

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