
Wyndham Clark findet, Darth Vader hatte mehr Spaß – und damit zementiert der Champion nicht nur seinen Sieg bei der BMW Championship 2026, sondern auch seine Rolle als der neue „Villain“ auf der PGA Tour. Ganz bewusst nimmt Clark den Druck und die polarisierende Figur an, die man als Frontrunner eben ist. Dieser Mann weiß, wie man Drama ins Spiel bringt.
Was für ein Brett, das Clark im Bellerive Country Club ablieferte! Mit einem scheinbar komfortablen Fünf-Schläge-Vorsprung startete er in die Finalrunde, doch Rory McIlroy und Patrick Cantlay rochen Lunte und kamen bedrohlich nah. Clark schien kurz die Kontrolle zu verlieren, doch dann kam die Stunde der Wahrheit.
Nervenstärke auf dem Grün
Auf den Bahnen 16, 17 und 18 legte Clark eine Performance hin, die das Publikum aus dem Sattel riss: Drei Birdies in Folge. Mit dieser eiskalten Serie schnappte er sich den Titel mit 17-under 263 und gewann am Ende mit drei Schlägen Vorsprung vor Cantlay. Dieser Triumph war nicht nur sein dritter PGA Tour-Sieg des Jahres, sondern auch ein Nervenkrimi, wie er im Buche steht.
Vom Tief zum Höhenflug
Clark selbst bezeichnet 2026 als seine bisher beste Saison – vor allem, wenn man bedenkt, dass 2025 für ihn das „Worst Season Ever“ war. Der BMW-Sieg war zudem sein sechster PGA Tour-Titel insgesamt und der erste, den er unter solchem Playoff-Druck gegen die absolute Weltelite klarmachte. Eine Hammer-Runde, die zeigt, was mentale Stärke ausmacht.
Mit diesem Spektakel hat sich Clark nicht nur eine Trophäe gesichert, sondern auch seinen Platz im 30-Spieler-Feld für das Saisonfinale, die Tour Championship, zementiert. Nach dem emotionalen Finish war ihm die Erleichterung ins Gesicht geschrieben – zurück im ganz großen Spiel.


