
Collin Morikawa hat sich mit einer Ansage zur Abschaffung der „Starting Strokes“ bei der Tour Championship quergestellt, die Golfer weltweit überrascht: Er fand die umstrittene Regel gut, weil sie die Leistung der regulären Saison belohnt hat. Für Morikawa gab das alte System dem Jahr einen echten Purpose, auch wenn er zugab, dass es für Fans nicht immer einfach war, den Überblick zu behalten. Ein echter Haken, wenn man bedenkt, wie viel Kritik das Format sonst einstecken musste.
Warum Morikawa sich querstellt
Die PGA Tour hatte die Regel gekickt, bei der Spieler mit unterschiedlichen Scores ins Finale der FedEx Cup Playoffs, die Tour Championship, gestartet sind – je nachdem, wie gut sie in der FedExCup-Wertung platziert waren. Klar, die Tour wollte es einfacher und spannender machen. Aber Morikawa sah darin eine verdiente Belohnung: Wer das ganze Jahr über abliefert, hat es auch verdient, mit einem kleinen Vorsprung ins Saisonfinale zu gehen. Für ihn hat dieser Vorteil niemandem wehgetan.
Gerade dieses Argument entfacht die ewige Debatte neu: Wie balanciert man saisonale Konstanz mit dem Nervenkitzel eines reinen Winner-takes-all-Finales? Es ist schon bemerkenswert, dass Morikawa, der selbst im Profigolf unterwegs ist, eine Position einnimmt, die sonst eher von Kritikern der Regel besetzt wurde. Er liefert damit eine neue Perspektive in einer festgefahrenen Diskussion.
Morikawa am Start der BMW Championship
Während die Diskussion um die Regeln brodelt, ist Morikawa selbst gerade richtig stark am Start. Bei der BMW Championship, einem weiteren Highlight der FedEx Cup Playoffs, zeigte er zuletzt eine Hammer-Leistung. Mit rund 10 unter Par mischt er vor der Finalrunde ganz oben mit und kämpft um eine Top-Platzierung. Das ist nicht nur fürs Ego wichtig, sondern auch, um sich bestmöglich für das große Finale der FedEx Cup Playoffs zu positionieren.


