
Ein kurzer Lippentanz des Golfballs und schon sind über 100.000 Dollar futsch: Für Sahith Theegala wurde die BMW Championship 2026 zu einem teuren Lehrstück, als eine einzige Strafschlag-Entscheidung seine Bilanz massiv verhagelte. Auf dem 13. Loch schien sein Putt zu sitzen, doch der Ball verweilte zu lange an der Lochkante, bevor er schließlich fiel – eine Regelverletzung, die gnadenlos zuschlug.
Die kuriose Regel 13.3a der PGA Tour besagt: Ein Ball gilt als eingelocht, wenn er innerhalb einer "angemessenen" Zeitspanne nach dem Erreichen des Loches plus zehn weiterer Sekunden fällt. Fällt er später, wird ein Strafschlag verhängt, obwohl der Ball dennoch als "gelocht" zählt. Was eigentlich ein Birdie für Theegala hätte werden müssen, verwandelte sich so auf dem Scorezettel in ein bitteres Par, und seine Runde endete statt 1-unter, sogar mit Even Par.
Harte Zahlen, harte Realität
Diese minimale Anpassung hatte brutale finanzielle Konsequenzen. Ohne die Strafe hätte Theegala auf T37 abgeschlossen und wäre mit satten $106.000 nach Hause gegangen. Durch den Strafschlag rutschte er jedoch auf T41 ab, was "nur" noch $92.000 bedeutete. Ein einziger, winziger Ball-Moment kostete ihn so schlappe $14.000. Für uns Normalos sind das Welten, für PGA-Tour-Pros ein Dämpfer, der zeigt, wie jeder Schlag zählt.
Clark triumphiert, Scheffler kämpft
Währenddessen schnappte sich Wyndham Clark bei der BMW Championship 2026 den Sieg mit einem richtig starken 17-unter 263. Er sicherte sich damit $3.6 Millionen und seinen ersten Playoff-Triumph, nachdem er Rory McIlroy um drei Schläge distanzierte. Auch Scottie Scheffler sorgte für Aufsehen: Er spielte das Event trotz Hand-Fuß-Mund-Krankheit, was seine ungewöhnliche Performance erklärte.
Am Ende bleibt Theegalas Moment als schmerzliche Erinnerung daran, wie unerbittlich die Regeln im Profigolf sein können und wie schnell ein kleiner Moment auf dem Grün riesige Auswirkungen haben kann – nicht nur auf den Score, sondern auch auf den Kontostand.


