
Sollte ein Masters-Sieger überhaupt für den Player of the Year Award nominiert sein, wenn er kaum am Start war? Diese steile These stellt Ex-PGA-Tour-Sieger Johnson Wagner in den Raum, und das sorgt für ordentlich Zündstoff auf dem Grün. Er findet es schockierend, dass Rory McIlroy trotz seines reduzierten Turnierkalenders in 2026 überhaupt infrage kommt.
McIlroy hat in dieser Saison die Golf-Welt mit seinem Masters Tournament-Sieg elektrisiert, eine Hammer-Runde nach der anderen abgeliefert, wenn er spielte. Doch genau da liegt der Haken: Er war einfach seltener auf dem Abschlag als die von Wagner angeführten 15 Events, die quasi die ungeschriebene Norm sind. Ob ein volles Statistik-Profil ohne regelmäßige Auftritte überhaupt entsteht, ist die Frage, die nun alle beschäftigt.
Kampf um den Titel oder um die Teilnahme?
Während McIlroy mit einem Major-Sieg glänzt, läuft Scottie Scheffler ebenfalls richtig stark, auch wenn er seine Dominanz aus 2025 nicht ganz wiederholen konnte. Scheffler wird von vielen noch als wahrscheinlicher Player of the Year gehandelt. Doch Wagner ist klar: Sollte McIlroy den FedEx Cup gewinnen, könnte das sein Argument für die Auszeichnung ungemein stärken – falls er überhaupt qualifiziert ist.
Playoffs als Zünglein an der Waage
Die entscheidende Phase bricht mit den FedExCup playoffs an. Startschuss ist die FedEx St. Jude Championship vom 13. bis 16. August, gefolgt von der BMW Championship und der Tour Championship. McIlroy und Scheffler sind bei der Wyndham Championship nicht am Start, denn ihre Playoff-Plätze sind safe und jetzt heißt es: Kräfte sammeln. Ob Rorys Major-Triumph und seine Performance in den Playoffs reichen, um die Tour-Regularien zu übertrumpfen, bleibt abzuwarten. Die genauen Kriterien für den Player of the Year sind auf jeden Fall heiß diskutiert.


