
Was für ein Regel-Drama die CSK Steel Women’s Open auf der LET Access Tour uns da um die Ohren gehauen hat, ist einfach nur Wahnsinn! Was als knapper Sieg gefeiert werden sollte, wurde zu einer wilden Achterbahnfahrt der Emotionen, als die Offiziellen gleich zweimal zur Regel-Keule griffen und einen vermeintlich entschiedenen Playoff komplett umkrempelten. Am Ende holte sich Moa Svedenskiold den Sieg, aber der Weg dahin war alles andere als gewöhnlich.
Drei Spielerinnen – Moa Svedenskiold, Beth Coulter und Amateurin Lena Geier – hatten sich mit 5-over par in den Playoff gezittert. Nach dem ersten Extra-Loch war für Lena Geier Schluss, und es sah nach einem klassischen Showdown zwischen Svedenskiold und Coulter aus. Auf dem zweiten Playoff-Loch machte Svedenskiold den Par, Coulter verfehlte ihren Putt und griff zu ihrem Ball. Die Jubelschreie waren schon im Anmarsch, als die Regel-Götter eingriffen.
Feier abgeblasen: Die Regel-Keule schlägt zu
Rund zehn Minuten später schlug die Bombe ein: Ein Offizieller bestrafte Svedenskiold mit zwei Strafschlägen, weil sie sich im Bunker eine unzulässige Standfläche gebaut hatte. Aus ihrem Par wurde ein Double-Bogey. Doch damit nicht genug, denn auch Beth Coulter kassierte eine Strafe – einen Schlag, weil sie ihren Ball aufhob, bevor das Loch offiziell beendet war. So wurde aus ihrem Ergebnis ebenfalls ein Double-Bogey. Plötzlich stand es wieder unentschieden, und der Playoff war komplett auf Null gesetzt.
Das Drama nimmt kein Ende
Das Drama ging in die dritte Runde, dann ins vierte Playoff-Loch. Hier zeigte Moa Svedenskiold dann Nerven aus Stahl, spielte ein starkes Par, während Beth Coulter ein Bogey notieren musste. Die Schwedin holte sich den hart erkämpften Sieg, der so viel mehr war als nur ein Erfolg auf der LET Access Tour. Es war ein bitteres Lehrstück für alle Golfer: Voreiliger Jubel kann sich gnadenlos rächen – im Golf ist erst Schluss, wenn wirklich Schluss ist!

