
Die PGA Tour verabschiedet sich ab 2028 von East Lake als Dauergast der Tour Championship, und das könnte für Atlanta ein richtig teurer Abschied werden. Die Stadt, die über Jahre hinweg als Gol(d)grube vom Finale der FedEx Cup Playoffs profitierte, muss sich auf magerere Zeiten einstellen, denn der permanente Heimathafen wird in Zukunft nur noch eine Haltestelle unter vielen sein. Eine Entscheidung, die nicht nur sportlich Wellen schlägt, sondern vor allem die Wirtschaftskraft und das soziale Engagement der Golfmetropole massiv beeinflusst.
Was sich ändert: Das Finale rotiert
Der Plan ist klar: Ab 2028 wird die Tour Championship nicht mehr fest in Atlanta beheimatet sein. East Lake bleibt uns zwar noch bis einschließlich 2027 erhalten – immerhin eine kleine Gnadenfrist – aber danach wird das Event ein Nomade. Die Postseason wird massiv umstrukturiert, mit einem 90-Spieler-Stroke-Play-Event, gefolgt von einer Match-Play-Phase. Das neue System soll die Playoffs breiter aufstellen und das große Finale quer durchs Land schicken, statt es an eine Stadt zu ketten. Eine Modernisierung, die für einige Fans und Insider längst überfällig war, während andere die bewährte Dramatik von East Lake vermissen werden.
Warum Atlanta zittert
Für Atlanta bedeutet diese Rotation aber nicht nur den Verlust einer Golf-Tradition, sondern auch einen herben wirtschaftlichen Schlag. Spieler, Sponsoren, Medien und Fans haben Jahr für Jahr Millionen in Hotels, Restaurants und andere Businesses gespült – eine wirtschaftliche Injektion, die richtig gut lief. Allein die Tour Championship in diesem Jahr spülte rekordverdächtige 7,3 Millionen Dollar in lokale Projekte und Stiftungen wie die East Lake Foundation. Fällt dieses Event in manchen Jahren weg, verlieren diese Organisationen eine feste Säule ihrer Finanzierung. Das ist nicht nur ärgerlich, das tut weh und zeigt, wie tiefgreifend so eine Tour-Entscheidung auf eine ganze Stadt wirken kann.


