
„Sollten Sie aus irgendeinem Grund Auto fahren, müssten Sie sofort zurück ins Gefängnis“ – knallhart waren die Worte an Tiger Woods am Mittwoch im Gerichtssaal. Fünf Jahre lang ist der Superstar seinen Führerschein los, ein harter Schlag nach seinem Schuldeingeständnis wegen fahrlässiger Fahrweise. Der 15-malige Major-Sieger musste sich vor Gericht in Martin County, Florida, verantworten. Im Gegenzug wurde der schwerwiegendere Vorwurf des Fahrens unter berauschenden Mitteln fallengelassen – ein Teilerfolg in der Misere, aber mit klaren Ansagen.
Am 27. März 2026 legte Woods einen unglücklichen Abschlag hin, der nicht auf dem Grün endete. Sein SUV kollidierte auf Jupiter Island beim Überholversuch, streifte einen Truck und kippte zur Seite. Die Behörden stellten fest: Kein Alkohol im Spiel – doch Anzeichen einer Beeinträchtigung waren nicht zu übersehen. Im Gepäck hatte er zwei Tabletten des Opioid-Schmerzmittels Hydrocodon. Die verweigerte Urinprobe? Die Konsequenz war eine Anklage und eine Nacht im Knast, bevor er auf Kaution wieder raus war.
Zuerst plädierte Woods auf nicht schuldig, gab an, am Steuer mit dem Handy und Radiosendern beschäftigt gewesen zu sein. Kurz nach dem Crash kündigte der Superstar an, sich zur Behandlung zurückzuziehen und seine Gesundheit zur obersten Priorität zu machen. War dann im Juni 2026 bei der Travelers Championship der PGA Tour wieder am Start – sein erster öffentlicher Auftritt seit der Festnahme.
Seine Karriere ist bekanntlich von etlichen Rücken-OPs gezeichnet. Nicht zu vergessen die schweren Beinverletzungen, die er sich 2021 bei einem anderen Autounfall in Kalifornien zuzog – ein weiterer Tiefschlag für den Ausnahme-Golfer.


