
Die PGA Tour zementiert 2028 eine Regel, die Stars wie Rory McIlroy ins Schwitzen bringen könnte: Die viel diskutierte „Rory McIlroy Rule“ droht, das Spiel auf eine neue Ebene der Konsequenz zu heben und das gesamte Punkte-System auf den Kopf zu stellen. Das Ganze ist ein cleverer Schachzug, um die Jungs öfter auf dem Gruen zu sehen.
Das neue System, das ab 2028 greift, ist aufgeteilt in eine Top „Championship Series“ und eine „Challenger Series“ – inklusive Auf- und Abstieg. Wo früher ein Signature Event-Sieg satte 700 FedExCup Punkte und Platz 10 immerhin noch 150 Zähler brachte, kassiert der Champ 2028 nur noch 300 Punkte, der Zehnte noch 100. Die Kluft schmilzt, und damit die Chance, mit einem einzigen Hammer-Finish das Blatt zu wenden.
Konsequenzen für die Stars
McIlroy selbst, der diese Saison das 15-Turnier-Minimum nicht erfüllt hat – wenn auch mit einer Sondergenehmigung –, ist das Poster-Child dieser Debatte. Kritiker sind sich einig: Der neue Modus bevorzugt Spieler, die konstant am Start sind, und bestraft all jene, die wie McIlroy lieber selektiver auf den Abschlag gehen. Da geht es nicht mehr nur darum, ein paar Events zu gewinnen, sondern über die gesamte Saison richtig stark zu sein.
McIlroys Gegenwind
Der Mann aus Nordirland hat selbst schon klar Position bezogen. Er sieht keinen Sinn darin, dass DP World Tour-Spieler in die Challenger Series absteigen, das sei keine „Karriereentwicklung“. Vielmehr müsse man überlegen, wie viele Spieler überhaupt in die Championship Series gehören. Während die Diskussion um die Punkte-Revolution tobt, lieferte McIlroy kürzlich bei der BMW PGA Championship in Wentworth eine richtig starke dritte Runde ab und mischte ganz oben mit, um seine Race to Dubai-Ambitionen am Leben zu halten. Ein Zeichen, dass er auch mit dem Druck umzugehen weiß, selbst wenn die Regeln bald härter werden.


