
Greg Norman ist überzeugt: Die LIV Golf-Rebellion war es wert, selbst mit "jeder .50-Kaliber-Kugel im Rücken", denn sein Kampf hat den Spielern zu mehr Wert verholfen und den Markt umgekrempelt. Diese brachiale Aussage in einem kürzlichen Golf Digest-Interview zeigt einmal mehr, wie der Shark zu seinem Projekt steht, das die Golfwelt in ihren Grundfesten erschüttert hat. Er sieht die heftige Kritik als gerechtfertigt durch die finanziellen Gewinne, die LIV den Spielern bescherte, und würde es beim nächsten Mal sogar noch aggressiver angehen.
Norman verpackt LIV Golf als eine Mission zur Wertsteigerung der Profis, denn der Zweck der Liga war es, "den Wert der Spieler anerkennen zu lassen". Er räumt ein, dass ihn die Wucht der Reaktionen überrascht hat, aber er sieht das Ergebnis trotzdem als die Schikanen und Anfeindungen wert an, die ihm entgegenflogen. Rückblickend hätte er LIV Golf von Anfang an schneller und globaler ausgerollt, anstatt schrittweise vorzugehen.
Der Hai und das Bären-Gefecht
Der Shark war das öffentliche Gesicht von LIV Golf, als die Liga im Männer-Profigolf aufschlug und für den Bruch mit der PGA Tour sorgte. Spieler mit dicken Schecks von der etablierten Tour wegzulocken, das war sein Ding. Norman sprach davon, "den Bären zu stupsen" – eine Metapher, die den Konfrontationskurs perfekt beschreibt. Die "Kugel im Rücken"-Line geht gerade viral durch die Golfmedien und unterstreicht die Dramatik hinter den Kulissen.
Zerrissene Fronten und ungewisse Zukunft
Trotz Normans markiger Worte brodelt es hinter den Kulissen gewaltig. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass LIV Golf in finanziellen Turbulenzen steckt, mit Gerüchten über eine Chapter 11 Insolvenz und eine Restrukturierung wegen Finanzierungs- und Cashflow-Problemen. Gleichzeitig gibt es frische Meldungen, dass die PGA Tour keinen einfachen Rückweg für LIV-Spieler plant, was die mögliche Wiedervereinigung noch schwieriger macht. Währenddessen läuft die Saison bei der DP World Tour und PGA Tour weiter, die Golfwelt bewegt sich – nur die Spaltung bleibt bestehen.



