
Die PGA Tour schmeißt ihre eigenen Regeln über den Haufen – und Rory McIlroy ist mittendrin im Auge des Sturms. Offenbar wird die langjährige 15-Event-Mindestgrenze für Doppelmitglieder auf den Prüfstand gestellt, eine Regel, die Rory derzeit um einen einzigen Start vom begehrten Home-Tour-Status trennt. Das könnte die Karten für Superstars wie ihn komplett neu mischen.
McIlroy ist diese Woche beim Turnier in East Lake nur bei seinem 14. PGA Tour Event am Start und verpasst damit die geforderten 15. Gäbe es keine Änderung, hätte er in Zukunft als Nicht-Mitglied nur noch sieben Sponsor-Exemptions pro Saison. Keine dramatische Situation für den Iren, aber der Verlust des Home-Tour-Status wäre ein Statement. Tour-CEO Brian Rolapp hat bereits Gespräche mit McIlroy geführt und hat die Macht, Ausnahmen zu genehmigen.
Regeln auf dem Seziertisch
Der Knackpunkt: Rolapp selbst bezeichnet die Regel als "fragwürdig" im neuen Wettkampfmodell der Tour. Das ist kein Zufall, denn die PGA Tour steckt mitten in einem radikalen Umbau ihrer Wettbewerbsstruktur, die 2028 in einem neuen Postseason-Modell kulminiert. Da passt eine alte Regel, die nur Doppelmitglieder betrifft, nicht mehr ins Bild.
Das große Umdenken der Tour
Die Ankündigung einer neuen TOUR Championship im Matchplay-Format ab 2028 unterstreicht, dass die Tour ihre Anreize und Teilnahmebedingungen komplett neu aufsetzt. Die 15-Event-Regel wirkt da wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Auch wenn die Regel noch nicht offiziell gekippt wurde, ist die Tatsache, dass sie überhaupt zur Diskussion steht, ein starkes Signal, dass die PGA Tour bereit ist, für ihre größten Namen auch mal die Statuten zu biegen – oder gleich neu zu schreiben.


