
Andrew Novak legt bei den VidantaWorld Mexico Open eine Performance aufs Grün, die das ganze Feld schwindelig spielt und ihn mit einem satten Sechs-Schläge-Vorsprung in den Finaltag schickt. Was für eine Ansage! Novak ballert im dritten Durchgang eine unfassbare Neun-unter-Par 62 raus und steht damit bei sagenhaften 23 unter Par nach 54 Löchern. Da geht es richtig zur Sache, wenn einer so das Tempo vorgibt.
Das Putter-Wunder von Mexiko
Die 62 war kein Zufall, sondern die Fortsetzung einer Serie, die am Freitag mit einer 10-unter-Par 61 begann – das Ding läuft bei ihm. Besonders die Back Nine hatten es in sich: Fünf Schläge unter Par auf den ersten fünf Löchern, inklusive eines Birdie-Eagle-Hattricks, der den Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf sieben Schläge katapultierte. Selbst kleine Wackler konnte sein Putter locker ausbügeln, der in den letzten Wochen einfach überirdisch unterwegs ist und ihm das Ergebnis rettete.
Während Novak also das Leaderboard nach Belieben dominiert, versucht sich die Konkurrenz am verzweifelten Anschluss. Spieler wie Ben Griffin, Amateur-Phänomen Kihei Akina, Matthieu Pavon, Adrien Dumont de Chassart und Kensei Hirata liegen zwar nah beieinander, aber eben brutal weit weg von der Spitze. Für Novak geht es um mehr als nur den Scheck: Es wäre sein erster individueller PGA Tour Titel. Zwar holte er sich 2025 mit Ben Griffin schon den Sieg beim Zurich Classic of New Orleans im Teamformat, doch der Einzelsieg auf der großen Bühne fehlt noch.
Der Drahtseilakt am Finaltag
Vidanta Vallarta ist bekannt für seine tiefen Scores, und Novak hat in den letzten beiden Runden 20 unter Par gespielt. Das heißt, morgen geht es nicht nur darum, Par zu spielen und den Vorsprung zu verwalten. Es geht darum, keinen frühen Einbruch zu riskieren, denn die Verfolger lauern – auch wenn sie sechs Schläge zurückliegen. Die Spannung ist greifbar, wenn der Abschlag am Sonntag fällt.


