
Rory McIlroy jongliert nicht nur mit Bällen, sondern auch mit den Regeln: Seine PGA Tour Mitgliedschaft hängt am seidenen Faden, doch der Superstar ist sich sicher, dass eine Lösung gefunden wird. Er ist offenbar kurz davor, die erforderlichen 15 Starts für den vollen Tour-Status um einen zu verpassen – ein echtes Dilemma für einen Mann, der auf zwei Hochzeiten tanzt, nämlich der PGA Tour und der DP World Tour.
Hinter den Kulissen laufen die Drähte heiß. McIlroy selbst spricht von "produktiven Gesprächen" mit PGA Tour CEO Brian Rolapp. Es scheint, als gäbe es noch ein "bisschen Arbeit" zu erledigen, doch der Nordire rechnet nicht mit einem großen Konflikt. Ein möglicher Ausweg könnte eine sogenannte "Commissioner Exception" sein, ein wenig bekannter Passus im Regelwerk, der bei medizinischen Gründen oder außergewöhnlichen Umständen greifen kann.
Der Preis des Spagats
Die Stakes sind klar: Ohne volle Mitgliedschaft wären ihm nur sieben Sponsor-Exemptions als Nicht-Mitglied vergönnt – auch wenn die Majors weiterhin für ihn offen stünden. Das will sich natürlich keiner der besten Golfer der Welt antun. Rory hat immer wieder betont, dass er sich als "worldwide player" sieht und Verpflichtungen auf der PGA Tour UND der DP World Tour hat. Allein nach der Tour Championship stehen für ihn noch sechs weitere Events weltweit an, was seine akribische Terminplanung erklärt.
Kurskorrektur statt Crash
Die ganze Angelegenheit scheint eher ein Fall von geschicktem Schedule-Management als ein ausgewachsener Streit zu sein. Branchenkenner sind sich einig: Eine Lösung wird kommen. Die Tour wird kaum ihren größten globalen Star vor den Kopf stoßen wollen. McIlroys Aussagen fielen übrigens nach einer richtig schwierigen Woche bei der FedEx St. Jude Championship, wo er "lost" war. Aber auf dem Grün mag es mal holprig laufen, hinter den Kulissen scheint er die Lage im Griff zu haben.



