
Auf der LPGA Tour geht es nicht nur um Birdies und Bälle, sondern für viele Spielerinnen auch um den knallharten finanziellen Überlebenskampf. Selbst wenn das Gesamtpreisgeld auf der Tour mit 132 Millionen Dollar für 33 Events im Jahr 2026 richtig stark ansteigt – 2021 waren es noch 73 Millionen Dollar – können die fixen Kosten für viele Athletinnen zur echten Hürde werden. Reise, Caddies und Startgelder fressen das Budget auf, manchmal bleibt selbst nach einer Turnierwoche ein dickes Minus.
Die Rechnung, die nie aufgeht
Wer auf der LPGA Tour am Start ist, zahlt pro Event rund 200 Dollar Startgebühr. Die echten Kosten-Monster sind aber die Caddies: Zwischen 1.700 und 2.500 Dollar pro Woche gehen dafür drauf, plus satte 8% bis 10% des Preisgeldes. Flüge, Mietwagen und Hotels zahlen die Golferinnen selbst, und wer Coach, Trainer oder Familie dabeihat, sieht das Konto noch schneller schrumpfen. Selbst top-gesponserte Spielerinnen können nach einem verpassten Cut schnell in die roten Zahlen rutschen, denn die Vorabkosten sind ja schon weg, bevor der erste Abschlag überhaupt gefallen ist.
Wenn Turniere mitdenken
Einige Events haben den Ernst der Lage erkannt und steuern gegen. Die FM Championship zum Beispiel zeigt, wie es laufen kann. Das Turnier hat sein Preisgeld auf 4.4 Millionen Dollar im Jahr 2026 erhöht (von 3.8 Millionen in 2024) und legt noch einen drauf: kostenlose Hotelzimmer, Flug-Voucher, Mietwagen für die Woche und Uber-Gutscheine für alle Spielerinnen. Für diejenigen, die den Cut verpassen, gibt es sogar ein Trostpflaster von 1.000 Dollar, um zumindest einen Teil der Anlaufkosten zu decken.
Trotz steigender Preisgelder bleibt die wirtschaftliche Realität für viele LPGA-Golferinnen am Rand des Feldes eine harte Nuss. Der wöchentliche Aufwand ist gigantisch und muss sofort gestemmt werden, was die Träume vieler auf der Tour regelmäßig auf eine harte Probe stellt.


