
Drei junge LIV-Stars klopfen an die Tür der DP World Tour – ein Paukenschlag, der die Gerüchteküche zum Brodeln bringt und die Zukunft des Profigolfsports wieder auf den Kopf stellt. Michael La Sasso, Luis Masaveu und Josele Ballester, eigentlich im LIV-Kosmos beheimatet, haben sich für die erste Stufe der DP World Tour Qualifying School eingeschrieben. Das ist kein Zufall, das ist ein klares Statement und ein riskanter Griff nach der Tour Card für 2027.
Für La Sasso geht es am 8. September im Golf-und Country Club Seddiner See in Deutschland zur Sache, während Masaveu und Ballester in England ihr Glück versuchen. Der Weg ist steinig: Im Finale in Spanien kämpfen später 156 Golfer über sechs Runden um die begehrten Top 20 Plätze, die das Ticket für die DP World Tour bedeuten. Das ist Nervenkitzel pur und zeigt, wie viel auf dem Spiel steht.
Wohin geht die Reise, LIV?
Dieser Schritt ist mehr als nur eine persönliche Entscheidung der Spieler. Er ist ein deutliches Signal, dass die Unsicherheit rund um den LIV-Kalender für 2027 immer größer wird. Die DP World Tour bereitet sich darauf vor, ihre Strafen für LIV-Spieler ab 2027 wieder rigoros durchzusetzen – ein klares Zeichen, dass das freundliche Nebeneinander, das es für acht LIV-Profis noch 2026 gibt, wohl bald der Vergangenheit angehört. Es riecht nach einer strategischen Neuausrichtung vieler Akteure.
Zukunftschancen sichern
Gerade für die jüngeren Talente wie La Sasso, Masaveu und Ballester ist es ein richtig starker Move, sich jetzt schon anderweitig abzusichern. Sie sind die Gesichter, die den Golfsport in den nächsten Jahrzehnten prägen sollen. Die Q School ist ihr Plan B, vielleicht sogar Plan A, um langfristig auf einer der Top-Touren am Start zu sein. Diese Jungs setzen alles auf die Karte der Karriere und schauen, wo die besten Möglichkeiten liegen, wenn sich die Wolken über LIV Golf noch nicht wirklich verzogen haben. Das Golf-Karussell dreht sich wild weiter, und diese Entscheidung könnte ein wichtiger Wegweiser sein.



