
Ein LIV-Profi bei der DP World Tour Q School rausgeflogen – und das nicht, weil er schlecht spielte, sondern wegen eines Fehlers, der die Golf-Welt rätseln lässt. Peter Uihlein, eigentlich auf den millionenschweren Fairways von LIV Golf zu Hause, sah die rote Karte bei Stage 1 der Qualifikation. Was war passiert? Der Amerikaner, nach 36 Löchern bei +7, glänzte schlichtweg durch Abwesenheit und verpasste seinen Abschlag in Runde drei. Da ging es richtig zur Sache auf dem Grün – oder eben nicht.
Drama am Abschlag
Die Nachricht vom DQ (Disqualification) von Uihlein schlug ein wie ein Blitz. Für einen Spieler seines Kalibers, der sonst um Millionen kämpft, ist das ein echter Stolperer. Die DP World Tour Qualifying School, ein dreistufiger Prozess, ist eigentlich die große Chance für Talente und Comebacker, sich die Spielberechtigung für die nächste Saison zu sichern – sei es für die DP World Tour oder die Challenge Tour. Dass ein LIV-Spieler überhaupt hier am Start ist, zeigt, wie komplex die Beziehung zwischen den Touren immer noch ist. LIV-Pros wie Michael La Sasso, der nach seinem Sieg bei LIV Golf Indianapolis bei der Q School antrat, oder Joaquin Niemann, der weiterhin auf europäischen Feldern performt, suchen hier oft ein Sicherheitsnetz.
Regeln sind Regeln
Uihleins Disqualifikation unterstreicht aber: Q School ist kein Zuckerschlecken und Regeln sind Regeln. Egal wie prominent der Name ist. Die Zugangsvoraussetzungen sind hier knallhart, anders als bei eventuellen Turnier-Einladungen. Auch wenn ein LIV-Spieler zu einem regulären Event eingeladen wird, heißt das nicht, dass er bei der Q School automatisch alle Hürden nimmt. Für die Golfer bedeutet das, dass sie sich weiterhin mit den komplexen Richtlinien der Touren auseinandersetzen müssen. Und für uns? Ein weiteres Kapitel in der never ending Story des professionellen Golfsports. Was für ein Brett!



