
LIV Golf hat diese Woche die Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet, und die Golfwelt steht Kopf, aber Lee Westwood redet Klartext, wie es mit der umstrittenen Liga weitergehen könnte. Statt eines sofortigen Aus bedeutet der Schritt für LIV ein radikales Restrukturieren unter Gläubigerschutz, um eine „LIV 2.0“ zu schmieden. Westwood selbst bleibt trotz der Unsicherheit offen für eine Zukunft bei LIV und will abwarten, wie das neue Modell aussieht.
Der Knackpunkt: Das Public Investment Fund (PIF) aus Saudi-Arabien, das LIV bisher finanziert hat, zieht sich von der direkten Unterstützung zurück. Dafür springen BC Partners als neuer Geldgeber ein und das PIF stellt immerhin noch 49,6 Millionen Dollar als Debtor-in-Possession-Finanzierung bereit. Die Vision? Eine Liga, die ab 2027 mehrheitlich den Spielern gehören soll. Bei geschätzten Vermögenswerten zwischen 100 und 500 Millionen Dollar gegenüber Verbindlichkeiten von 500 Millionen bis 1 Milliarde Dollar ist klar, dass dieser Umbau kein Zuckerschlecken wird.
Westwoods Pokerface und die Player-Frage
Westwood, eine der prominentesten LIV-Figuren, lässt sich nicht ins Bockshorn jagen. Er bekräftigt, dass er das Teamformat und den kürzeren Schedule immer noch feiert und eine Entscheidung erst nach genauer Prüfung des neuen Eigentümer-Modells treffen wird. Er ahnt schon, dass einige der jetzigen Golfer am Start bleiben, während andere das Weite suchen. Es ist ein echtes Pokerface, das er da auflegt, während die Unsicherheit über die Spielerlisten für 2027 wie ein Damoklesschwert über der Liga schwebt. Auch Rory McIlroy hat sich dazu geäußert, dass es für einige Spieler das Ende bedeuten könnte.
Die Zukunft auf dem Abschlag
LIV versucht hier, sich neu zu erfinden – als nachhaltigere, spielergeführte Operation. Doch die Insolvenz bedeutet, dass vieles für 2027 noch völlig offen ist: von den Starterfeldern über den Tourkalender bis zu den Verträgen der Spieler. Da bleibt nur abwarten und Tee aufschlagen, um zu sehen, ob dieser riskante Rettungsversuch am Ende aufgeht.




