
Die Bombe ist geplatzt: Greg Norman ist am Boden zerstört. LIV Golf, wie wir es kannten, ist Geschichte, und der Great White Shark würde es am liebsten "einfach nur noch beenden", statt es langsam dahinsiechen zu sehen. Ein harter Schlag für die Liga, deren 2026er-Saison effektiv nach dem Entzug der saudischen PIF-Gelder abrupt eingestellt wurde. Die geplante Michigan Team Championship fiel ins Wasser und die Zukunft der Tour ist ungewisser denn je.
Nachdem das saudische Public Investment Fund (PIF) über etwa fünf Jahre mehr als 5 Milliarden Dollar in LIV Golf gepumpt hatte, dreht es dem Projekt nun den Geldhahn zu oder drosselt ihn massiv. Was 2022 mit viel Tamtam am Start war und die Golfwelt aufmischen sollte, ist 2026 nach einem vorzeitigen Saisonende in Indianapolis an einem kritischen Punkt angelangt.
Der "Hai" und das Ende der Revolution
Norman, einst das Gesicht und der aggressivste Champion von LIV Golf, bevor er 2025 als CEO abgelöst wurde, muss nun zusehen, wie sein Baby vor die Hunde geht. Die Liga, die die PGA Tour disrupten und den Profigolfsport neu definieren wollte, erlebt eine spektakuläre Kehrtwende. Statt eines vollfinanzierten Breakaway-Projekts kämpft LIV nun ums Überleben als kleinere, kommerziell unabhängige Unternehmung.
Tickt die Uhr für LIV Golf?
Aktueller CEO Scott O’Neil hat bereits einen "sehr knappen Zeitplan" bestätigt, um eine neue Investorenstruktur für die Zeit ab 2027 zu finden. Gerüchte über eine Private-Equity-Lösung, bei der Spieler möglicherweise Anteile akzeptieren müssen, machen die Runde. Das Szenario reicht von einer kompletten Umstrukturierung bis hin zu einem möglichen Insolvenzantrag, sollte kein Deal gelingen. Da ging es richtig zur Sache auf dem Grün, nur eben nicht mit Schlägern, sondern mit Geldscheinen.


