
Paukenschlag in der Golf-Welt: Tom McKibbin dreht LIV Golf den Rücken zu und steuert geradewegs zurück auf die DP World Tour. Dieser Move des 23-jährigen Nordiren ist kein Zufall, sondern zeigt, wie sich die Karten im Profigolf neu mischen. Er ist nicht der Erste, der die Segel streicht, und seine Entscheidung spricht Bände über die Zukunft der umstrittenen Liga.
Während bei LIV Golf die Lichter scheinbar langsam ausgehen – die Liga steckt bekanntlich in Chapter 11 Konkursverfahren – formiert sich der Widerstand gegen das geplante "LIV 2.0" für 2027. Das neue Modell soll kleiner werden, mit angeblich nur 10 Events, reduzierten Preisgeldern und Spielerbeteiligungen. Für viele scheinbar kein attraktives Paket mehr.
Das grosse LIV-Exit-Schild
McKibbin ist dabei in bester Gesellschaft. Namen wie Jon Rahm, Tyrrell Hatton, Louis Oosthuizen, Ian Poulter und Adrian Meronk haben Berichten zufolge ebenfalls schon die Reißleine gezogen und winken dem LIV-Relaunch ab. Ein richtig starkes Line-up an Absprüngen, das da am Start ist. Diese Fluchtbewegung junger Talente und etablierter Stars signalisiert klar, wohin die Reise gehen könnte.
Zukunft auf dem alten Parkett
Für einen jungen Golfer wie den 23-jährigen McKibbin ist der Schritt zur DP World Tour ein cleverer strategischer Zug. Hier winkt regelmäßiger Wettbewerb, die Chance auf wichtige Weltranglistenpunkte und vor allem der Traum vom Ryder Cup. Die DP World Tour hat klargestellt: Wer bei LIV bleibt, bekommt für 2027 keine Mitgliedschaft. Für Rückkehrer wie McKibbin, die keine vertraglichen Fesseln mehr haben, ist der Weg geebnet – seine aktuelle Spielberechtigung macht es ihm leichter als älteren LIV-Veteranen.
Ein Comeback auf der PGA Tour ist da schon eine andere Baustelle. Eine einjährige Sperre nach dem letzten LIV-Auftritt steht im Raum, und die Regeln für eine Wiederaufnahme sind noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Doch für McKibbin zählt jetzt erstmal die klare Perspektive auf dem europäischen Parkett. Dieser Move ist mehr als nur ein Spielerwechsel; er ist ein Statement. Er zeigt, dass das etablierte Tour-System für junge Talente immer noch die verlässlichere und attraktivere Heimat ist, wenn es um langfristige Karriereplanung und sportliche Ambitionen geht.


