
Zwölf Spieler schlittern nach dem Saisonfinale von LIV Golf in Indianapolis in die Drop Zone, während die Zukunft der gesamten Liga für 2027 im Nebel versinkt. Nach dem letzten Abschlag auf dem Grün in The Club at Chatham Hills ist klar: Ein Dutzend Pros muss seinen Platz im LIV-Kader räumen, und niemand weiß genau, wie der Weg zurück aussehen könnte. Die Entscheidungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Tour selbst vor einem riesigen Fragezeichen steht.
Ein Youngster sorgte dabei für ordentlich Furore und verschärfte die Situation für einige etablierte Namen: Michael La Sasso holte sich in Indianapolis seinen ersten Sieg und ist damit der jüngste Einzelsieger der Liga-Geschichte. Dieser triumphale Moment hatte jedoch eine bittere Kehrseite, denn sein Erfolg schob mindestens einen Teamkollegen bei den HyFlyers unter die Relegationslinie.
Die Liga am Scheideweg
Jon Rahm schnappte sich zwar den Titel in der Saisonwertung und die Team-Krone, doch für die gesamte Liga hängt die Messlatte für 2027 ungewiss hoch. Gerüchte halten sich hartnäckig, dass der Saudi Public Investment Fund seine Gelder nach 2026 einstellen könnte. Eine mögliche "LIV 2.0" mit Eigenbeteiligung der Spieler steht im Raum, doch nichts davon ist fix. Die Unsicherheit ist allgegenwärtig und betrifft nicht nur die Absteiger. Auch Top-Namen wie Jon Rahm und Bryson DeChambeau sollen Verträge haben, deren Zukunft noch nicht geklärt ist.
Was kommt nach dem Drop?
Für die 12 Spieler, die nun die Liga verlassen müssen, ist die Lage besonders prekär. Es gibt keine klare Roadmap, keinen einfachen Fahrplan zurück. Sollte es tatsächlich zu einer "LIV 2.0" kommen, bräuchten diese Golfer völlig neue Wege, um wieder am Start zu sein. Die kommende Saison verspricht so oder so eine echte Zerreißprobe zu werden, nicht nur für die Relegierten, sondern für die gesamte Liga. Es bleibt spannend, ob LIV Golf überhaupt noch als das existieren wird, wie wir es kennen.


