
Die Zukunft des Profigolfs steht auf Messers Schneide, während LIV Golf bis zum Sonntag um seine Existenz ringt und die PGA Tour mit der Korn Ferry Tour ein echtes Power-Statement abgibt. Während sich die Teams der TGL für 2027 formieren, geht es im Profibereich um nicht weniger als die Neuordnung der Macht auf dem Grün. Ein Kräftemessen, das den Spielern und Fans den Atem raubt.
LIV Golf zittert vor der Deadline
Bis zum 25. Oktober müssen sich die LIV-Spieler für die geplante LIV 2.0-Ära entscheiden, doch die Resonanz ist mehr als überschaubar. Lediglich vier Hochkaräter – Richard Bland, Cameron Tringale, Brendan Steele und Ben Campbell – haben sich öffentlich bekannt. Der Schock sitzt tief, nachdem Louis Oosthuizen, Open-Champion von 2010, seinen Abschied bekannt gab, um 2027 wieder auf der DP World Tour an den Abschlag zu gehen. Das ist ein echtes Vertrauenssignal in die falsche Richtung für LIV.
Ein Bankrott-Richter hat der LIV Golf League zudem erlaubt, Verträge mit über einem Dutzend Top-Spielern wie Bryson DeChambeau, Dustin Johnson, Cameron Smith, Bubba Watson und Ian Poulter zu kündigen. Das bedeutet: Diese Jungs können jetzt den Markt testen, neu verhandeln oder ganz die Biege machen. Jon Rahm hat sich Berichten zufolge schon getrennt, Joaquin Niemanns Lage ist unklar. Für die DP World Tour gibt es übrigens eine klare Ansage: Keine Doppel-Dipper mehr ab 2027, wer dort spielen will, muss sich bis zum 16. November anmelden.
PGA Tour kontert mit KFT-Boost
Gleichzeitig legt die PGA Tour richtig stark nach und baut die Korn Ferry Tour massiv aus. Ab 2027 gibt es auf der KFT nicht mehr 20, sondern satte 40 PGA Tour-Karten zu ergattern – eine Verdoppelung der Slots, die das Rennen um die Elite-Liga noch spannender macht. Der Kalender umfasst 25 Turniere in sieben Ländern und 15 US-Bundesstaaten, ein echtes Mammutprogramm.



