
LIV Golfs milliardenschweres Finanzmodell wackelt bedenklich, denn die zugesagte Geldspritze von $300 Millionen hängt am seidenen Faden und Jon Rahm ist plötzlich mehr als nur der Superstar auf dem Grün. Was als Revolution im Golfsport begann, könnte sich als teures Experiment entpuppen, dessen Zukunft ungewisser ist denn je. Top-Spieler wie Rahm, einst für Millionen geholt, stehen nun im Fokus, weil ihre langfristige Bindung nicht gesichert scheint und die Liga vor einer existenziellen Frage steht.
Hinter den Kulissen laufen die Verhandlungen auf Hochtouren, um die kolportierten $250 bis $300 Millionen frisches Kapital zu sichern, das LIV Golf in eine abgespeckte „LIV 2.0“-Version überführen soll. BC Partners wird als potenzieller Hauptfinanzier gehandelt, doch die Vereinbarung ist laut Insidern alles andere als bindend und könnte noch platzen. Ein Statement von LIV Golf oder BC Partners? Fehlanzeige.
Rahm als Zünglein an der Waage?
Die Unsicherheit rund um die Finanzierung wird noch verstärkt durch die Ungewissheit, wie lange Spieler wie Jon Rahm dem LIV-Zirkus treu bleiben. Gerüchte besagen, dass der Saudi Public Investment Fund (PIF) LIV Golf nur noch bis zum Ende der Saison 2026 finanziert. Das bedeutet: Wenn die Liga keine neuen Geldquellen auftut, könnte das aktuelle Modell bald Geschichte sein. Parallel dazu wurden bereits Mitarbeiter entlassen, und eine Neuorganisation ist im vollen Gange.
LIV 2.0: Abgespeckt und auf Bewährung
Für 2027 ist wohl ein deutlich abgespeckter Tourplan vorgesehen, der lediglich rund 10 Events in den USA umfassen soll. Weniger Events, weniger Kosten – so lautet der Plan für eine Liga, die sich neu erfinden muss, um überhaupt noch ein Comeback zu feiern. Die Karten werden neu gemischt, und ob LIV Golf die nächste Welle übersteht, bleibt abzuwarten.



