
Die Uhr tickt für LIV Golf, doch die Liga bekommt unerwartet mehr Zeit: Der Stichtag für die Spieler-Commitments wurde vom 13. auf den 25. Oktober verschoben, flankiert von einem massiven Rettungspaket durch BC Partners für ein restrukturiertes „LIV 2.0“. Es geht nicht nur um neue Verträge, sondern um die gesamte Zukunft der umstrittenen Tour, bei der Finanzierung und Spielerbindung unzertrennlich miteinander verknüpft sind.
BC Partners, die neuen Geldgeber, hatten ursprünglich den 13. Oktober als Deadline gesetzt, bis zu der eine bestimmte Anzahl an Spielern den neuen Bedingungen zustimmen musste – andernfalls wäre der Deal geplatzt. Durch die Verlängerung haben die Athleten nun fast zwei zusätzliche Wochen, um über die neue Liga-Struktur zu entscheiden. Das Ganze landet am 14. Oktober noch vor einem Gericht, das die Vereinbarung absegnen muss.
LIV 2.0: Spieler als Teilhaber?
Die Dramatik dieser Situation ist kaum zu überbieten. LIV Golf kämpft nach einer Phase der Unsicherheit ums Überleben, und die $300 Millionen schwere Finanzspritze ist direkt an den Support der Spieler gekoppelt. Berichten zufolge muss die Liga die Hälfte der Spieler, denen sie Geld schuldet, für das neue Modell gewinnen. Und diese Hälfte muss wiederum zwei Drittel der gesamten geschuldeten Summe repräsentieren. Ein kniffliger Poker auf dem Grünen, der direkt am Schicksal der Tour hängt.
Die Spieler am Zug
Das vorgeschlagene „LIV 2.0“-Modell verspricht den Golfern einen größeren Anteil an der Liga, quasi eine Beteiligung, die über reine Preisgelder hinausgeht. Das ist ein Game Changer für die Spieler, die nun entscheiden müssen, ob sie sich auf dieses neue Abenteuer einlassen. Dabei ist klar: Auch Spieler, die bereits mehrjährige LIV-Verträge in der Tasche haben, sind nicht zum Beitritt verpflichtet. Die Entscheidung liegt jetzt ganz bei ihnen, und die nächsten Wochen werden zeigen, ob LIV Golf einen neuen Abschlag wagt oder ob das Projekt endgültig im Bunker landet.


