
Laura Davies, eine echte Ikone, packt aus und liefert eine knallharte Einschätzung zur Entwicklung des Profigolfs – von der aufstrebenden LPGA bis hin zu Tiger Woods’ unvergänglichem Schatten über dem gesamten Sport. Ihre Perspektive ist Gold wert, denn kaum jemand hat die Höhen und Tiefen der LPGA und LET so lange und so intensiv miterlebt wie sie. Wenn Davies spricht, hören die Golf-Insider genau zu.
Das Frauen-Golf erlebt gerade eine echte Renaissance, getragen von einer Welle an Youngstern, die richtig stark am Start sind. Nehmen wir Anna Huang: Diese 17-Jährige ist der lebende Beweis dafür, wie eng LPGA und LET mittlerweile verzahnt sind. Sie hat sich kürzlich in der LET mit vier Titeln zur jüngsten Spielerin der Tour-Geschichte gekrönt und sorgt nun bei der aktuellen Canadian Open für Furore. Das ist kein Zufall, das ist Momentum.
Talentschmiede am Limit
Die Szene ist dynamischer denn je, Spielerinnen wechseln zwischen den Touren, reisen um den Globus und mischen die Felder auf. Diese globale Mobilität und die Dichte im Turnierkalender sind das Fundament für die nächste Generation von Golf-Stars. Huangs steiler Aufstieg vom LET-Wunderkind zum LPGA-Aufmerksamkeitsmagnet ist nur ein jüngstes Beispiel für diesen Trend, der das Frauen-Golf immer attraktiver macht. Es laeuft.
Tiger, LIV und die große Frage
Doch auch Davies’ Blicke gehen über das Frauen-Golf hinaus. Das große Drama zwischen Tiger Woods, LIV Golf und der PGA Tour beherrscht weiterhin die Diskussionen im Männergolf. Fragmentation, unklare Spielerwege und die Identität der Touren – das alles schafft einen Kontext, in dem auch Davies’ Analysen zur Struktur des Sports landen. Die Ungewissheit um die Finanzierung von LIV Golf über 2026 hinaus zeigt, dass die ganz großen Fragen im Profigolf noch lange nicht geklärt sind. Davies sieht, wie sehr Tiger Woods diesen Sport geprägt hat und weiterhin prägt – und wie seine Ära die Messlatte für alles andere legt.


