
Scottie Scheffler lieferte bei der BMW Championship eine Auftaktrunde ab, die die Golfwelt ins Grübeln brachte, doch die Erklärung ist weniger dramatisches Formtief als vielmehr ein hartnäckiger Infekt. Nach einer ungewohnten 2-over 72 und einem verpassten Medientermin brodelte die Gerüchteküche, bis der wahre Grund durchsickerte: Der Superstar war einfach "under the weather".
Gerade noch die FedEx St. Jude Championship mit einem richtig starken Acht-Schläge-Vorsprung für sich entschieden, stolperte Scheffler in Bellerive über das Grün. Früh auf seiner Runde lag er zwischenzeitlich vier über Par nach nur sieben gespielten Löchern. Putting und Annäherungen, sonst seine Spezialität, liefen alles andere als rund. Ein seltenes Bild für den Mann, der sonst die Konkurrenz dominierte.
Husten statt Interviews
Nach seiner ungewohnt schwachen Vorstellung verweigerte Scheffler den üblichen Medientermin – ein absolutes Novum für den sonst so professionellen Athleten. Berichte sprechen von einer heiseren Stimme und seiner Aussage, er fühle sich krank, als er sich auf den Weg in die Umkleidekabine machte. Was zuerst wie ein bumerangartiges Schweigen wirkte, bekam damit eine klare Begründung.
Kein Tief, nur ein Schluckauf
Obwohl Scheffler später zugab, dass seine Schwungarbeit ein „Work in Progress“ sei, scheint die Erklärung für diese enttäuschende erste Runde eindeutig: Hier war kein tieferes Formtief am Start, sondern schlicht die körperliche Verfassung schuld. Es war ein Rückschlag, der eher auf eine Grippe als auf eine echte Krise im Spiel hindeutet. Die große Frage bleibt: Kann er sich für die weiteren Runden wieder fangen und dem Feld zeigen, dass er noch lange nicht abzuschreiben ist?


