
Jeeno Thitikul: Windstille auf der Scorecard, Sturm im Leaderboard – Sie schnappt sich die Führung beim Mizuho Americas Open!
Unsere Titelverteidigerin Jeeno Thitikul hat am Freitag richtig zugeschlagen! Nachdem der böige Wind nachließ, zauberte sie eine starke 69 (-3) auf das Grün und schnappte sich damit die alleinige Drei-Schläge-Führung beim LPGA Mizuho Americas Open. Die aktuelle Weltranglisten-Zweite aus Thailand kommt damit auf eine 36-Loch-Gesamt von acht unter Par, sprich 136 Schläge, im Mountain Ridge Country Club in West Caldwell, New Jersey. Da ging es auf dem Grün am Großteil des Tages richtig zur Sache, denn die schnellen und welligen Grüns waren durch den kalten, böigen Wind besonders tricky.
Damit liegt sie drei Schläge vor der Amerikanerin Jennifer Kupcho, die ebenfalls eine starke 69 ablieferte und bei insgesamt 139 Schlägen steht.
Die Wind-Lotterie & Jeenos Statement
„Am Anfang, als der Wind noch richtig aufdrehte, lief es bei mir nicht optimal“, gab Jeeno zu Protokoll. „Zum Glück hatten wir auf den Back Nine kaum noch Wind. Nach dem Regen war es, als hätte jemand den Wind-Schalter umgelegt. Wir hatten einfach Glück. Hätten wir den gleichen Wind wie auf den Front Nine gehabt, wäre mein Score definitiv nicht so niedrig ausgefallen.“
Jeeno, die letztes Jahr schon beim selben Turnier im Liberty National triumphierte, startete an Loch 10 und verbuchte auf ihren ersten neun Löchern zwei Bogeys und ein Birdie. Nach einem Birdie und einem Bogey an der Eins und Zwei kam sie dann aber richtig ins Rollen. Sie schnappte sich die alleinige Führung mit Back-to-Back-Birdies an der Drei und Vier und legte an der Sechs und Acht noch zwei weitere Schläge drauf.
Auch wenn sie das Glück ihrer Startzeit anerkannte, war Jeeno mit ihrem Spiel vollends zufrieden. „Ich habe den Ball auch einfach richtig gut getroffen“, resümierte sie. „Zwei lange Putts sind gefallen. Auf dem Par 3 war ich richtig stark und die zwei Par-5-Löcher habe ich mit Birdies geholt, nachdem ich das Grün erreicht hatte.“
Kupcho & Ko: Auf und Ab
Kupchos Tag war quasi ein Spiegelbild von Jeenos Leistung: Sie startete früh und legte auf den ersten 13 Löchern fünf Birdies aufs Parkett, bevor zwei späte Bogeys sie auf fünf unter Par zurückwarfen. „Ich glaube, heute Morgen auf den Front Nine war definitiv viel weniger Wind, eigentlich kaum welcher“, erklärte Kupcho, die bereits vier LPGA-Titel auf dem Konto hat, darunter ein Major bei der Chevron Championship 2022.
Als der Wind dann aufkam, meinte sie, mussten die Spielerinnen aufpassen, die Putts nicht vom Grün zu jagen. „Die Grüns sind richtig schnell, da muss man gut überlegen und vorsichtig sein, was man macht. Das ist ein richtig harter Golfplatz“, fügte sie hinzu und wies darauf hin, dass die Fahnenpositionen auf mehreren Back-Nine-Löchern an den Seiten eines Hügels platziert waren.
Die ehemalige Weltranglisten-Erste Lydia Ko rutschte mit einer drei über Par 75, inklusive eines Doppel-Bogeys an der 18, im Leaderboard ab. „Es ist wahrscheinlich eine der seltenen Gelegenheiten, wo du eine 75 spielst und nicht allzu sehr gestresst bist“, sagte die neuntplatzierte Neuseeländerin, die nach einer Runde, die sie sechs Schläge hinter die Spitze zurückwarf, einige Fahnenpositionen als „fragwürdig“ bezeichnete.
Das restliche Feld: Überraschungen und Albtraum-Runden
Die Amerikanerin Brooke Matthews sicherte sich Platz drei mit einer Even-Par-Runde von 72 Schlägen, was insgesamt 140 bedeutet. Frankreichs Celine Boutier ging als Erste an den Abschlag und nutzte die günstigen Bedingungen eiskalt aus. Sie spielte die beste Runde des Tages mit einer starken 68 (-4) und liegt damit auf dem vierten Platz mit drei unter Par und 141 Schlägen.
Die Führende vom Vortag, Andrea Lee, erlebte einen absoluten Albtraum-Tag: Sie kassierte sieben Bogeys, bevor an Loch 16 endlich ihr erstes Birdie des Tages fiel. Mit einem weiteren Bogey an der 18 beendete sie ihre Runde mit einer katastrophalen 79 (+7).


