
17 Profi-Titel auf dem Konto, verteilt über zwölf Länder – aber auf englischem Boden? Fehlanzeige, kein einziger Sieg für Ian Poulter. Eine verblüffende Bilanz für den Majesticks Golf Club Co-Captain, der sich diese Woche beim LIV Golf United Kingdom Presented by JCB den Fragen stellte. Dabei wusste er auch, wem er einen Teil seiner heimischen Durststrecke zu verdanken hat: seinem Kumpel Lee Westwood.
Der Fluch des Belfry
Das Jahr 2007 bleibt in Erinnerung, als Poulter und Westwood beim British Masters im The Belfry punktgleich als Zweite in die Schlussrunde gingen, direkt hinter Landsmann Mark Foster. Westwood legte damals eine richtig starke 65er Hammer-Runde hin und holte sich den Titel. Poulters 70er reichte nur für den alleinigen zweiten Platz. „Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich in Großbritannien noch nie gewonnen habe… Lees Performance in dieser Woche hat mich ziemlich frustriert“, schmunzelte Poulter, während er am Dienstag bei der Pre-Tournament-Pressekonferenz neben Westwood saß, die im Vorfeld des LIV Golf United Kingdom Presented by JCB stattfand.
Der Hausgast-Verrat
Doch 2007 war nicht Poulters einziges Drama im The Belfry, das in der Nähe von Birmingham liegt. Schon 2003 teilte er sich den zweiten Rang, drei Schläge hinter Greg Owen. Das Jahr davor war es noch bitterer: Solo-Zweiter, mit nur einem Schlag Rückstand auf Justin Rose. Das Dreiste daran? Rose war in jener Woche bei Poulter zu Gast. „Ich muss schon sagen, als ich ihm jeden Abend Barbecue zubereitet und ihn in meinem Haus übernachten ließ, war das schon etwas unverschämt“, witzelte Poulter erneut. Die Jagd nach dem ersten Heimsieg läuft für „The Postman“ also weiter – vielleicht ja diese Woche.


