
Callaway hat die Reißleine gezogen: Die Partnerschaft mit Good Good Golf ist mit sofortiger Wirkung beendet. Nach dem massiven Backlash um ein gelöschtes Werbevideo, das eine ziemlich fragwürdige Darstellung eines Mannes zeigte, der eine Frau wegen eines Golf-Drivers körperlich angeht, war das die logische, wenn auch für Good Good bittere Konsequenz. Der Skandal zieht weite Kreise und hat bereits Entschuldigungen beider Seiten, eine interne Untersuchung bei Callaway und massive kommerzielle Auswirkungen für Good Good zur Folge.
Der Stein des Anstoßes war ein Clip für den gemeinsamen Callaway Quantum Driver. Darin war zu sehen, wie Co-Gründer Garrett Clark seine Kollegin Alexis Miestowski zu Boden stieß, bevor er dramatisch verkündete: „Fass meinen neuen Driver nicht an!“ Das Video wurde von der Community sofort als Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen kritisiert – und das völlig zurecht. Good Good hat den Clip schnell gelöscht und sich entschuldigt, mit der Begründung, der Inhalt sei "nicht mit unseren Werten vereinbar". Callaway gab zu, das Video vor der Veröffentlichung abgesegnet zu haben und sprach von einem "nicht gründlich genug" verlaufenen Freigabeprozess.
Der Millionenschock und das Nachbeben
Als Wiedergutmachung und klares Statement spendet Callaway nun eine Million Dollar an Organisationen, die sich gegen Gewalt an Frauen einsetzen. Doch das ist nicht alles: Die Kontroverse hat Good Good Golf auch abseits des Callaway-Splits hart getroffen. Berichten zufolge hat Golf Galaxy/Dick’s Sporting Goods die Good Good Merchandise-Artikel von ihren Online-Plattformen und möglicherweise auch aus den Läden entfernt. Eine geplante Golf Channel Premiere rund um Good Good musste auf den 1. September 2026 verschoben werden.
Die Folgen für die Szene
Die ganze Story zeigt mal wieder, wie schnell es im Digitalzeitalter gehen kann, wenn man einen Fehltritt landet. Für Good Good ist das ein herber Schlag, nicht nur finanziell, sondern auch Image-technisch. Die Unsicherheit über weitere Sponsoren-Deals und Turnier-Verpflichtungen schwebt wie ein Damoklesschwert über der Marke. Die Golf-Branche schaut genau hin, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche Lehren daraus gezogen werden.


