
Wer zurück zur PGA Tour will, kriegt von seinen LIV-Kollegen keinen ‘Stick’ – so zumindest die Ansage von Dean Burmester, der damit das ohnehin schon komplexe Profigolf-Puzzle um eine spannende Facette erweitert. Der Südafrikaner stellte klar: Auf der LIV Tour hat jeder das Recht, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.
Im Gegensatz zu dem eisigen Empfang, den die LIV-Abtrünnigen seinerzeit auf der PGA Tour erlebten, wolle man die eigenen Leute nicht für einen Wechsel abstrafen. Für Burmester ist eine Rückkehr zur PGA Tour eine rein individuelle Entscheidung, die jeder für sich und seine Familie abwägen müsse.
PGA Tour: Harte Linie vs. offene Tür?
Doch die Stimmung auf der anderen Seite des Golf-Universums ist eine ganz andere. Rory McIlroy machte kürzlich deutlich, dass zurückkehrende LIV-Golfer einen „tough road back“ vor sich hätten und fragte provokant, welchen Mehrwert sie überhaupt noch bringen würden. Auch Scottie Scheffler, sonst eher der ruhige Vertreter, forderte eine Form von „penalty“ oder Konsequenz für die Heimkehrer. Die Fronten sind also alles andere als geklärt.
Das nervöse Zucken auf dem Grün
Burmesters Kommentare fielen übrigens am Rande der LIV Indianapolis, wo er nach der ersten Runde auf einem richtig starken geteilten vierten Platz mit 6 unter Par lag. Er sprach von einer „unsicheren“ Zeit – und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Die Zukunft von LIV Golf steht unter verschärfter Beobachtung, Unruhe macht sich breit, und die Spieler müssen abwägen: Karriere, Finanzen, Familie und das alles in einer Tour-Landschaft, die sich anfühlt wie ein Par 5 mit Gegenwind.


