
„Ich wollte einfach nur zu Hause bleiben und kein Golf spielen.“ Dieser Satz von Davis Riley, ein echtes Pfund, das die Tiefe seiner Frustration in der Saison 2026 offenbart, schallt noch nach. Jetzt aber führt der zweifache PGA Tour-Sieger beim Rocket Classic nach drei Runden und steht vor der Chance, ein Jahr voller sportlicher Rückschläge in einen echten Triumph zu verwandeln.
Die 2026er-Saison war für den Golfer aus Mississippi eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle, meistens ging’s bergab. Sein Driver? Laut Riley selbst seine „Achillesferse“, der Grund für unzählige versemmelte Abschläge. In der Hälfte seiner Turniere verpasste er den Cut – das muss man erst mal verdauen, selbst als gestandener Profi.
Vom Tal des Frusts zum Leaderboard-Gipfel
Dabei hat Riley das Gewinnen definitiv im Blut: Mit Nick Hardy holte er sich 2023 die Zurich Classic und 2024 gewann er solo die Charles Schwab Challenge. Doch 2026 schien lange Zeit ein dunkles Kapitel zu werden. Bis zum Rocket Classic, wo er eine Hammer-Runde von 63 ins Clubhaus brachte und sich an die Spitze des Feldes setzte – ein echtes Statement.
Druck auf dem Grün und ein Baby im Anflug
Es ist nicht seine erste Chance in diesem Jahr: Schon beim Sony Open 2026 auf Hawaii hatte er die Führung auf dem Schirm, aber eine 71 in der Finalrunde beförderte ihn auf T6. Diesmal ist der Druck noch größer, denn Ende August erwartet er Nachwuchs. Die Frage steht im Raum: Kann Riley die Nerven behalten und diesen seltenen Moment nutzen, um seine Saison endgültig in den Griff zu bekommen und das Blatt zu wenden?


