
Was für ein Golf-Krimi, der sich da am Sonntag bei der Danish Golf Championship abspielte! Jeff Winther holt sich auf heimischem Grün den Titel und lässt seinen dänischen Landsmann Rasmus Højgaard nach einer Achterbahn der Gefühle hinter sich. Die Fans im Great Northern in Kerteminde erlebten ein Finale, das bis zum letzten Putt an den Nerven zerrte.
Der Showdown gipfelte auf den Bahnen 16 und 17. Højgaard zimmerte auf der 17 einen unfassbaren Eagle aus dem Bunker, der ihn kurzzeitig mit Winther gleichzog. Doch die Antwort des 38-jährigen Routiniers kam knallhart: Winther konterte auf der Par-4 16 mit einem eigenen Eagle, nachdem er den Abschlag direkt aufs Grün prügelte. Danach spielte er auf den letzten beiden Bahnen solide Pars, was ihm am Ende 15 unter Par und eine Hammer-Runde von 5 unter 67 Schlägen bescherte.
Dänisches Duell mit bitterem Ende
Das Duell, das bis dahin auf Messers Schneide stand, fand seinen Knackpunkt auf der 18. Bahn. Ein Bogey von Højgaard besiegelte seine Chancen und verhinderte ein Playoff. Am Ende trennten die beiden Dänen drei Schläge, was Winther nicht nur seinen zweiten DP World Tour Titel bescherte – der erste nach dem Erfolg bei der Mallorca Open 2021 nach fast fünf Jahren Wartezeit – sondern auch Dänemarks 53. Sieg auf der Tour markierte.
Der Sieger und das Feld
Mit einem Gesamtergebnis von 273 Schlägen triumphierte Winther. Dahinter teilten sich Rasmus Højgaard, Filippo Celli, Matthew Jordan, Yanhan Zhou und Oliver Lindell mit jeweils 276 Schlägen den zweiten Platz. Der Kampf um den mit 2,8 Millionen Dollar dotierten Pott war somit entschieden und zeigte einmal mehr, dass Heimvorteil und Nervenstärke im Golf entscheidend sind.


