
Matt Fitzpatrick fragt sich ganz offen, ob Golf überhaupt Playoffs braucht. Für den Brite ist das FedExCup-System der PGA Tour "really weird", und er argumentiert, der punktebeste Spieler der Saison sollte direkt zum Champion gekrönt werden. Seine Ansage kam vor der BMW Championship, dem zweiten Akt der FedExCup Playoffs, und sitzt wie ein präziser Chip aufs Grün.
Fitzpatrick legt den Finger genau in die Wunde: Das aktuelle Format spielt sich oft nicht wie ein echtes Playoff an. Er sieht, dass Top-Spieler ihren Platz im Finale schon weit vor den Entscheidungsrunden gesichert haben, was den ersten Playoff-Events einen Großteil der Spannung nimmt. Der wahre Champ, so seine These, ist derjenige, der "von Januar bis nächste Woche" am konstantesten performt hat – und da würde 2026 niemand an Scottie Scheffler vorbeikommen.
Die Tour lenkt ein – oder doch nicht?
Interessanterweise hat die PGA Tour 2026 bereits auf ähnliche Kritik reagiert und die Dynamik etwas angepasst. Die FedExCup-Punkte in den Auftakt-Events wurden reduziert und das umstrittene Starting-Strokes-Format für die Tour Championship ist Geschichte. Das Finale in East Lake wird jetzt ein geradliniges 72-Loch-Zählspiel, bei dem alle Akteure bei even par starten. Der FedExCup geht damit an den, der die vier Runden dort am besten meistert.
Fitz' Standpunkt und die Konsequenzen
Fitzpatrick ist mit seiner Meinung nicht allein. Auch andere Spieler und Analysten monieren, dass das System zwar die Saisonleistung würdigt, aber eben kein knallhartes K.o.-Playoff-Feeling aufkommen lässt. Für Fitzpatrick selbst läuft es derweil richtig stark: Er ist vor der BMW Championship blendend platziert und hat sein Ticket für die Tour Championship, die das Feld von 50 auf 30 Spieler reduziert, so gut wie in der Tasche. Die eigentliche Spannung liegt für die Top-Jungs also weniger im Überleben, sondern im Kampf um die beste Ausgangsposition.


