
Wer hätte das gedacht: Adam Scott, einst der härteste Kritiker eines Matchplay-Formats für das Tour Championship Finale, ist jetzt der Architekt der Umstellung. Der Aussie-Star, der noch vor gut 20 Monaten eisern gegen diese Idee war, hilft nun aktiv dabei, das Format ab 2028 neu zu gestalten. Er sieht Match Play als „aufregend und relevant“, um das Saisonfinale auf ein neues Level zu heben.
Damals, Ende 2024, als die Tour über weitreichende Playoff-Änderungen nachdachte, lehnte Scott Match Play strikt ab. Sein Argument war klar: Eine ganze Saison im Stroke Play zu spielen, sollte nicht in einem Matchplay-Showdown enden. Doch die Zeiten und Ansichten ändern sich – auch auf höchster Ebene des Golfsports.
Vom Hardliner zum Vorreiter
Scott und sein Kollege, Player Director Keith Mitchell, haben hart daran gearbeitet, das Konzept schmackhaft zu machen. Er glaubt fest daran, dass die Tour Championship als eigenständiges Matchplay-Event das Potenzial hat, die Golfwelt zu elektrisieren. Es ist dieser Sinneswandel, der die Fans aufhorchen lässt.
Neues Playoff-Zeitalter?
Brian Rolapp, der Kommissar der PGA Tour, hat diese Matchplay-Richtung bereits im Juni bei der Travelers Championship angekündigt. Scott’s öffentliche Kehrtwende als Player Director hat da natürlich ordentlich Gewicht. Während die Diskussion um das Format noch läuft, ist Scott diese Woche selbst noch richtig stark im FedEx Cup Rennen bei der BMW Championship am Start. Das Leben auf Tour geht eben weiter – und bald vielleicht mit einer ordentlichen Portion Matchplay-Wahnsinn.



