
Adam Scott ist nicht nur am Start beim Presidents Cup 2026, er ist das pulsierende Herz des International Teams – und das zum rekordverdächtigen zwölften Mal. Der Australier, unbestreitbar der erfahrenste Mann in Geoff Ogilvys Aufgebot, trägt nicht nur die Hoffnung auf Punkte, sondern vor allem die immense Last der Führung auf seinen Schultern.
Elf Presidents Cups liegen bereits hinter Scott, eine Bilanz von 20-28-6 steht in den Büchern. Doch der eine Sieg fehlt ihm noch immer, die lange Durststrecke des International Teams seit 1998 in Royal Melbourne ist auch seine persönliche Geschichte. Diese Erfahrung, gespickt mit Höhen und Tiefen im Match Play, ist Gold wert für die vielen Young Guns im Kader. Er gibt das Match-Play-Gedächtnis weiter, das die Rookies noch nicht haben.
Der Schild des International Teams
Scott ist der Fels in der Brandung, der die Mannschaft zusammenhält. Er selbst hat mal davon gesprochen, wie der „Schild“ des International Teams über die Jahre immer mehr an Bedeutung gewonnen hat – ein echtes Identitätszeichen, das für Zusammenhalt steht. Genau das ist es, was er den Newcomern vorlebt und einimpft.
Und wer jetzt denkt, Scott sei nur noch Mentor, täuscht sich gewaltig: Seine Form läuft richtig stark, wie zuletzt bei der BMW PGA Championship 2026 zu sehen war, wo er sich mit -15 den geteilten zweiten Rang holte. Captain Geoff Ogilvy und Trevor Immelman sehen in ihm denn auch den kommenden Leader der Internationalen – aber wollen ihn nicht zu früh überladen, solange er noch selbst so abliefert.
Die Zukunft ruft
Neben Hideki Matsuyama bringt Scott die meiste gesammelte Presidents Cup-Erfahrung mit. Das Team ist eine explosive Mischung aus Veteranen und hungrigen Talenten, die nur darauf warten, Geschichte zu schreiben. Mit Scott als Anker und emotionalem Zentrum könnte 2026 endlich das Jahr werden, in dem der Fluch gebrochen wird.


