
Rory McIlroy ist heiß! Er will seine Birdie-Jagd am Laufen halten und die "Big Numbers" – also die richtig dicken Patzer – die ihn bei seinem Pebble Beach-Auftritt noch ausgebremst haben, diesmal komplett streichen. Sein Ziel? Ein erster Genesis Invitational Titel hier im ikonischen Riviera.
Und jetzt kommt's, Leute: Weder unser Weltklasse-Mann Scottie Scheffler, die Nummer eins der Welt, noch der zweitplatzierte McIlroy konnte sich bisher auf dem historischen Grün des Riviera Country Clubs in Pacific Palisades durchsetzen. Dieses Jahr feiert der Club übrigens sein hundertjähriges Bestehen – da wäre ein Premierensieg doch mal eine Ansage!
Der Nordire McIlroy ist hier zum zweiten Mal in dieser Saison auf der US Tour am Start, nachdem er sich in Pebble Beach den 14. Platz sicherte. Auf seinen Scorekarten fanden sich dort allerdings drei Doppel-Bogeys und sogar ein Triple-Bogey – da ging es also ordentlich zur Sache.
Rory selbst meinte am Mittwoch dazu: "Ich glaube, ich bin noch in dieser Anfangsphase des Jahres, wo man versucht, den Rost abzuschütteln und seinen Rhythmus zu finden. Letzte Woche habe ich einiges über mein Spiel gelernt, vieles lief richtig gut. Klar, die paar richtig hohen Zahlen haben mich dann am Sonntag aus der Titeljagd gekickt. Aber ich nehme genug Positives mit, um optimistisch in diese Woche zu gehen. Riviera stellt natürlich eine ganz eigene Herausforderung dar, aber die Tatsache, dass ich viele gute Schläge mache, nah an die Fahne komme und viele Putts loche – das muss mir einfach Selbstvertrauen geben, nicht nur für diese Woche, sondern auch für die Zukunft."
Scheffler hat bei seinen bisherigen sechs Starts in Riviera noch nie gewonnen. Null Titel dort! Die Nummer eins der Welt hat in diesem Jahr schon einen Titel in der Tasche, den holte er sich im Januar in La Quinta. Doch die langsamen Starts in Phoenix und Pebble Beach waren dann einfach zu viel, um das Ruder noch komplett rumzureißen.
Aber Scottie? Der lässt sich von "Was wäre wenn"-Gedanken nicht verrückt machen. "Das Tolle am Golfsport ist doch, dass wir oft einfach in der nächsten Woche wieder antreten und von Neuem starten können", so Scheffler, der die Oldschool-Challenge von "The Riv" absolut schätzt. Er erklärt weiter: "Ich finde, es ist ein spannender Golfplatz, weil es nicht wirklich viele Wasserhindernisse gibt. Auch nicht wirklich viel Aus, das ins Spiel kommt. Wenn man sich diesen Platz auf dem Papier ansieht, scheint er irgendwie einfach. Dann fängst du an zu spielen und denkst: Du triffst auf Bahn zwei einen Ball ins Rough und sagst dir: 'Mann, dieses Loch ist irgendwie schwer.' Und wenn du dann auf Bahn drei das Fairway nicht triffst, denkst du: 'Mist, ich weiß gar nicht, wie ich den Ball von hier aufs Grün bekommen soll.' Ich habe das Gefühl, dieser Golfplatz kann so frustrierend sein wie kaum ein anderer auf der Tour. Aber unterm Strich: Wenn du hier sauber spielst, wirst du dafür belohnt."
Auch Titelverteidiger Ludvig Aberg ist in einer kuriosen Situation: Er jagt ebenfalls seinen ersten Riviera-Sieg! Der Grund? Letztes Jahr wurde das Event wegen der verheerenden Waldbrände in Pacific Palisades nach Torrey Pines verlegt. "Es ist ein bisschen anders", gab Aberg zu. "Aber es macht Spaß, hier zu sein."


