
Was war das denn bitte für ein Finish bei der Maybank Championship? Wir sprechen hier von Drama, Baby!
H.J. Choi war nach 54 Löchern die unangefochtene Chefin auf dem Kurs. Mit satten 19 unter Par und einem komfortablen Vier-Schlag-Polster auf Yan Liu – und sogar fünf auf Hannah Green – schien der Sieg für sie am Sonntag quasi schon in trockenen Tüchern. Wer hätte da noch dran gezweifelt?
Aber, liebe Golfer, dieser Sonntag hatte es mal so richtig in sich! Zwei wetterbedingte Unterbrechungen (die letzte sogar direkt vor dem alles entscheidenden Playoff!) und zwischenzeitlich auf den Back Nine ein unfassbarer Fünfer-Gleichstand an der Spitze! Das Grün glühte förmlich vor Spannung.
Mitten in diesem epischen Chaos? Yamashita. Die Dame war acht Schläge zurück, als der Tag startete, aber die hatte offensichtlich ihre ganz eigenen Pläne. Sie legte los wie die Feuerwehr und zeigte, was eine echte Hammer-Runde ausmacht! Birdies auf den Bahnen 1, 2 und 5 katapultierten sie mit drei unter Par auf die Back Nine. Und dann? Direkt drei weitere Birdies auf den ersten vier Löchern der zweiten Kurshälfte! Ihr letztes Glanzstück lieferte sie auf der 16 ab – und das Beste daran: Yamashita leistete sich KEINEN EINZIGEN BOGEY. Was für eine Demonstration von Nervenstärke!
Yamashita selbst war nach diesem Triumph richtig emotional: „Mein Putting war richtig stark und ich konnte viele Birdies lochen“, erzählte sie. „Gestern lief mein Spiel noch nicht so gut. Nach der dritten Runde habe ich einfach hart trainiert, und das hat sich ausgezahlt. Ich bin sehr glücklich darüber!“ Mit beeindruckenden 18 unter Par auf der Scorecard hieß es dann: Abwarten. Würde diese Aufholjagd tatsächlich reichen, um sich den Sieg zu holen?
Während Yamashita von hinten das Feld aufrollte, kämpfte H.J. Choi, die ja nach 54 Löchern noch so souverän geführt hatte, hingegen sichtlich. Das erste Birdie kam erst auf der 8, nur um dann auf drei der nächsten vier Löcher einen schmerzhaften Bogey zu kassieren. Eine 73 stand am Ende auf ihrem Zettel – keine Hammer-Runde für eine Leaderin, die den Sieg schon vor Augen hatte.
Auch Hannah Green war am Start, und wie! Sieben Birdies, aber auch drei Bogeys, brachten ihr eine starke 68 ein. Ihr letztes, entscheidendes Birdie fiel ausgerechnet auf der 18 – und zack, war sie mittendrin im Playoff-Drama! Zusammen mit Choi und der unfassbaren Yamashita. Aber bevor das Spektakel losgehen konnte, kam natürlich noch eine kleine Regenpause. Typisch Golf, oder?
Yamashita erzählte später, dass sie echt gefrustet war, weil sie das Par-5 auf der 18 in der regulären Runde nicht mit einem Birdie abschließen konnte. Aber sie versuchte, ihre Nerven zu beruhigen, hörte Musik und wartete geduldig. Und dann, als es weiterging: BAM! Ein nervenzerfetzender 20-Fuß-Putt für Birdie, und das Playoff war nach nur einem Loch Geschichte. Was für eine eiskalte Nervenstärke, dieses Ding zu lochen! Yamashita holt sich den Sieg!
Damit geht die fünfwöchige Asien-Tour der LPGA mit einem Paukenschlag zu Ende. Nächste Woche steht die Japan Classic an, und danach sind nur noch zwei absolute Knaller im Kalender: The Annika und das CME Group Tour Championship. Die Spannung bleibt uns also erhalten, Golfer. Stay tuned!
