
Die LPGA Tour wird gerade in japanischer Hand verwaltet, und Yuri Yoshida hat am vergangenen Sonntag den nächsten Stempel aufgedrückt. Ihr triumphaler Sieg bei der BMW Ladies Championship ist nicht nur ein persönlicher Meilenstein, sondern die vierte japanische LPGA-Gewinnerin des Jahres 2026 – ein klares Signal, dass das Damengolf aus dem Land der aufgehenden Sonne die Weltbühne dominiert.
Hammer-Runde in Korea
Yoshida zeigte in Südkorea Nerven aus Stahl. Sie lag vor der Finalrunde mit vier Schlägen zurück, aber wer das Blatt so dreht, hat einen speziellen Drive. Mit einer 68er-Runde schoss sich die 26-Jährige auf unfassbare 17 unter Par (271 Schläge) und holte sich den Sieg mit einem einzigen Schlag Vorsprung vor Haeran Ryu und Hye-jin Choi. Ein Eagle auf dem Par-5 an Loch 2 und dann noch drei Birdies in Serie auf den Bahnen 5 bis 7 – da lief es mal so richtig! Entscheidend war ein präziser 48-Yard (ca. 44 Meter) Pitching-Wedge, der den Ball vier Fuß vor dem Loch stoppte. Auch wenn am Ende noch ein Drei-Putt auf dem Grün den Puls hochschnellen ließ, war der Sack zu. Ihr erster LPGA-Titel spülte ihr mal eben 352.500 US-Dollar Preisgeld in die Kasse.
Japanische Dominanz
Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern Teil einer gewaltigen Welle. Yoshida ist bereits die vierte Japanerin, die sich 2026 einen LPGA-Titel schnappt – Miyu Yamashita, Shiho Kuwaki und Yuna Nishimura haben es ihr vorgemacht. Was die japanischen Golferinnen in den letzten Jahren abliefern, ist schlichtweg phänomenal: Fünf der letzten 15 Frauen-Majors gingen an die Japanerinnen. Namen wie Yuka Saso, Mao Saigo, Miyu Yamashita, Shiho Kuwaki und Ayaka Furue sind keine Eintagsfliegen, sondern echte Titelhamster. Die Tiefe des Kaders ist so massiv, dass in den letzten zwei Saisons neun verschiedene japanische Spielerinnen offizielle LPGA-Events gewannen. Die LPGA Tour ist damit quasi ein japanisches Heimspiel geworden, und wir sind gespannt, welche Superstars als Nächstes aus den Startlöchern kommen.


