
Cameron Smiths Millionen wackeln, und das LIV-Event in Adelaide hängt am seidenen Faden – die Chapter 11-Insolvenzanmeldung der LIV Golf League schickt Schockwellen durch die Golfwelt. Was als Neuanfang gedacht war, entpuppt sich jetzt als knallharter Überlebenskampf, der nicht nur Spielerverträge, sondern auch den gesamten Tour-Kalender für 2027 infrage stellt. Da geht es richtig zur Sache auf und abseits des Grüns.
Der Filing-Status in New Jersey ist eine Reorganisation, kein direkter Kollaps, aber die Zahlen sprechen eine klare Sprache: LIV Golf schuldet seinen Gläubigern zwischen US$500 Millionen und US$1 Milliarde. Allein den Top 30 werden über US$64.2 Millionen geschuldet. Cameron Smith ist mit A$6.5 Millionen (rund 4 Millionen Euro) einer der größten ungesicherten Gläubiger. Aber er ist nicht allein; auch Jon Rahm, Bryson DeChambeau, Dustin Johnson und Tyrrell Hatton sind unter den prominenten Namen auf der Gläubigerliste.
Zahltag ungewiss: Droht der Ausverkauf?
Die Insolvenz bedeutet, dass Verträge neu verhandelt oder sogar gekündigt werden könnten. Das versetzt Stars wie Smith, Rahm und Hatton in eine prekäre Lage – und könnte ihnen, sobald rechtlich möglich, einen Weg zurück zur PGA Tour oder DP World Tour ebnen. Auch wenn der saudische Staatsfonds PIF mit rund US$49.6 Millionen als Debtor-in-Possession-Finanzierung einspringt, die langfristige Zukunft der LIV und ihrer Spieler bleibt ein riesiges Fragezeichen.
Adelaide wackelt
Besonders hart trifft die Unsicherheit Australien: Das hochgelobte LIV-Event in Adelaide, das in den letzten Jahren immer für Furore sorgte, ist für den Kalender 2027 in höchster Gefahr. Die Restrukturierung reißt ein Loch in die Planungen und macht es unmöglich, verlässliche Zusagen für den Event-Standort zu machen. Was für eine dramatische Entwicklung, die zeigt: Selbst im Millionengeschäft Golf können die Bälle manchmal ganz anders springen.




