
Saudi-Arabien dreht den Geldhahn für das Frauen-Golf auf der Ladies European Tour (LET) deutlich zu. Nach dem LIV Golf Aus in diesem Jahr ist das der nächste Knall – die PIF Global Series wird nach dieser Saison komplett eingestellt. Fünf Turniere mit einem satten Gesamtpreisgeld von $15 Millionen (etwa 13,8 Millionen Euro) sind damit Geschichte, ein echter Schock für viele Spielerinnen, die auf dieses Funding angewiesen waren.
Ab 2027 soll stattdessen ein einziges, dafür aber richtig hochkarätiges Event den Platz einnehmen: „The Championship“. Mit einem Preisgeld von $4 Millionen (etwa 3,7 Millionen Euro) und als Co-Sanktionierung der LPGA Tour und LET klingt das zwar nach Klasse statt Masse, aber der finanzielle Fußabdruck auf der LET schrumpft damit drastisch.
Game Changer für die LET-Saison?
Golf Saudi wird zukünftig als Sponsor des saisonalen Ranking-Rennens der LET agieren. Der Fokus verschiebt sich also weg von mehreren Einzel-Events hin zu einer gezielteren Unterstützung und vor allem dem Aufbau des Golfsports im eigenen Land. Das ist ein klares Signal: Die Saudis werden wählerischer, wo ihre Millionen landen. Für die Golferinnen der LET bedeutet das, dass das Feld um die Spitzenplatzierungen im Ranking noch härter umkämpft sein wird.
Strategiewechsel mit Ansage
Dieser Schritt kommt nicht aus dem Nichts, sondern fügt sich nahtlos in den Strategiewechsel ein, den der Public Investment Fund bereits im April 2026 mit dem Entzug der LIV Golf Finanzierung über 2026 hinaus eingeläutet hat. Es ist ein Investment-Reset, bei dem das Königreich genauer hinschaut, wo die Milliarden landen. Für das Frauen-Golf bedeutet das einen kleineren Turnierkalender, aber auch eine Chance für noch prestigeträchtigere Einzel-Events. Der saudische Einfluss im Golf wird also nicht plötzlich beendet, sondern neu justiert und auf einige wenige, dafür aber richtig starke Projekte konzentriert.



