
Dieses Jahr wird die Irish Open anders, glaubt Rory McIlroy, sollte US-Präsident Donald Trump seinen angekündigten Besuch durchziehen. Eine Ansage, die das Event schon vor dem ersten Abschlag elektrisiert.
Der bekennende Golf-Enthusiast Trump wird am Wochenende erwartet. Austragungsort ist sein eigener Resort im beschaulichen Doonbeg, County Clare – Teil eines zweitägigen Irland-Trips. McIlroy und Trump standen schon öfter gemeinsam auf dem Grün. Erst dieses Jahr (2026!) feierte Trump den Nordiren, nachdem der sich back-to-back die US Masters geholt hatte.
„Klar wird das anders“, so McIlroy gegenüber der BBC, „aber seine Resorts haben ja schon PGA Tour Events, European Tour Events und sogar LIV Events beheimatet.“ Der Nordire weiter: „Er ist ein Riesen-Fan des Sports, ein top Supporter. Und er hat hier in Doonbeg ein Hammer-Anwesen – ich bin zum ersten Mal hier. Es wird anders mit ihm vor Ort, aber wir sind hier, um Golf zu spielen, auf einem richtig guten Kurs. Kopf runter und durch, das ist der Plan.“
Trump, der sich auch mit der irischen Präsidentin Catherine Connolly und Premierminister Micheal Martin treffen wird, könnte am Sonntag sogar dem Irish Open Champion höchstpersönlich die Trophäe überreichen. Eine Vorstellung, die allein schon für Gänsehaut sorgt. Doch so viel Prominenz hat ihren Preis: Sollte Trump wirklich am Start sein, dürften die Sicherheitsvorkehrungen massiv hochgefahren werden – und das könnte die Zuschauerzahlen drücken. Der 37-jährige McIlroy, einer von nur sechs Golfern, die alle vier Majors gewinnen konnten, sieht das pragmatisch: „Das Wochenende, besonders wenn er hier ist, wird sich anders anfühlen. Die Zuschauerzahlen werden begrenzt sein.“ Er räumt ein: „Logistisch bringt das absolut einige Herausforderungen mit sich. Aber wenn er die Irish Open sehen will, wer sind wir, um Nein zu sagen?“
Dabei hat McIlroy eine ganz besondere Geschichte mit dem Turnier: 2025 holte er sich seinen zweiten Irish Open Titel. Damals gelang ihm am K Club in Kildare am letzten Loch ein Eagle, das ihn ins Play-off mit Joakim Lagergren katapultierte. Am dritten Extra-Loch schickte er den Schweden dann in die Röhre und triumphierte. „Ein paar Jahre lang war ich nicht besonders stolz auf meine Performance bei den Irish Open“, gibt McIlroy zu, dessen erster Sieg beim Event ebenfalls 2016 am K Club gelang. „Ich hatte einfach Mühe, mit den Verpflichtungen oder dem Druck umzugehen. Aber heutzutage bin ich da etwas entspannter.“


