
Was für ein Drama bei der PGA Championship: Rory McIlroy liess einen störenden Fan direkt wissen, was die Stunde geschlagen hat. Mitten im Backswing beim wichtigen Chipshot aus dem Rough an der Par-fünf 16 – und zack, landet der Ball wegen der Störung im Grünsandbunker. Der Traum vom Birdie? Kurzzeitig begraben.
McIlroy, der World Number Two, fackelte nicht lange: Mit klaren Worten – und dem ein oder anderen Ausrufezeichen – schickte er den Störenfried in die Schranken und forderte Berichten zufolge die Security auf, den Kerl vom Platz in Aronimink zu begleiten. Das Ganze erinnerte an seine turbulente Ryder Cup-Kampagne 2025, als McIlroy bei Europas Sieg in Bethpage Black ebenfalls gnadenlosen Beschimpfungen ausgesetzt war. Ein Déjà-vu, das niemand braucht.
Aus dem Bunker ballerte McIlroy seinen Ball zwar auf fünf Fuss ans Loch und lochte zum Par ein. Doch die goldene Birdie-Chance an der 16, die so wichtig gewesen wäre? Die verpuffte im Sand. McIlroy, der sich letzten Monat bei den Masters seinen sechsten Major-Titel holte, beendete seine Runde mit zwei weiteren Pars. Am Ende stand eine 69, eins unter Par, und gesamt eine 276 (vier unter Par) nach 72 Löchern.
Das reichte aber nicht für den Sieg. Ganze fünf Schläge lag er hinter dem Engländer Aaron Rai, der sich den Titel schnappte. Rai legte eine Hammer-Runde von 65 hin, mit vier Birdies auf den letzten Löchern – inklusive der 16!
McIlroy kündigte nach der Runde an, dass er erst beim Memorial Tournament der PGA Tour in drei Wochen wieder am Start sein wird. Das ist dann auch die Generalprobe für die US Open nächsten Monat in Shinnecock. Für McIlroy war klar: Die verpassten Birdies auf den Par-fünf Löchern neun und 16, sowie ein Bogey auf der spielbaren Par-vier 13, waren entscheidend für seine Niederlage. „Ich hatte das Gefühl, den Rest der Runde genau das Golf gespielt zu haben, das ich musste“, erklärte McIlroy. „Hätte ich die zwei Par-fünf-Löcher gebirdiet und die Fünf an der 13 in eine Drei verwandelt, hätte der Tag ganz anders ausgesehen.“


