
Was für ein Finish von Joaquin Niemann und Tyrrell Hatton bei der U.S. Open 2026! Die beiden LIV-Stars haben sich nicht nur einen Top-10-Platz gesichert, sondern auch direkt das Ticket für Pebble Beach im nächsten Jahr gelöst. Beide – Niemann und Hatton – beendeten die 126. U.S. Open auf T7 mit +1 Schlägen über Par.
Eine Woche voller Achterbahnfahrten für Niemann, die von maximalem Drama zu echter Erlösung führte, während Hatton mit einer gewohnt soliden Performance überzeugte. Wer bei der U.S. Open in den Top 10 landet, bekommt bekanntlich eine Einladung für das nächste Jahr. Damit sind Niemann und Hatton 2027 in Pebble Beach definitiv am Start.
Achterbahnfahrt der Gefühle
Niemanns Woche war der Stoff, aus dem Golf-Legenden gemacht werden – zumindest was die Dramaturgie angeht. Nach einer 78er Auftaktrunde, die eine desaströse 11 auf dem Par-4 sechsten Loch, zwei Out-of-Bounds-Abschläge und eine Zwei-Schlag-Strafe für einen Schlägerwurf beinhaltete, schien alles verloren. Doch dann lieferte der Mann eine der Hammer-Runden des Turniers ab: eine 5 unter Par 65 in Runde zwei, mit fünf Birdies auf den ersten sechs Löchern. Ein echtes Comeback, das niemand so erwartet hätte!
Zwischen Reue und Ambition
„Ich habe richtig gut gespielt“, bilanzierte Niemann seine Woche. „Ich habe das Gefühl, dass mein Spiel in letzter Zeit richtig stark läuft. Wir haben ein super Team um uns und arbeiten auf unser Ziel hin: hier draußen zu gewinnen. Wir kommen näher und näher.“ Selbstkritisch zeigte er sich bezüglich des Schlägerwurfs: „Ich bin nicht glücklich darüber, das zu tun, und ich bin nicht stolz darauf. Ich habe es wohl verdient, irgendwie. Aber es gibt nichts, was ich ändern kann. Ich habe daraus gelernt.“ Ein wichtiger Schritt, denn solche Aussetzer kosten am Ende vielleicht mehr als nur zwei Schläge. Ein Top-4-Ergebnis hätte ihm sogar noch ein Masters-Ticket für 2027 beschert – das verpasste Niemann denkbar knapp. Trotzdem: eine Woche, die in Erinnerung bleibt!


