
Die Luft knistert vor Spannung, denn ein Presidents Cup Captain hat das Undenkbare gewagt: Geoff Ogilvy, Kapitän des International Teams, sprach kürzlich offen darüber, dass er sich gewünscht hätte, LIV-Golfer in sein Team holen zu können. Eine klare Ansage, die die Gräben zwischen den Touren wieder spürbar macht.
Doch es kommt noch dicker: Berichten zufolge hat auch Team USA Captain Brandt Snedeker versucht, Spieler der umstrittenen Liga für den Presidents Cup 2026 zu nominieren – und kassierte eine Abfuhr. Das finale Aufgebot der Amis setzt daher voll auf die Stars der PGA Tour. Mit dabei sind krasse Namen wie Jackson Koivun, Chris Gotterup, Xander Schauffele, Patrick Cantlay, Justin Thomas und Jacob Bridgeman. Eine richtig starke Truppe, die da am Start ist. Ben Griffin und J.J. Spaun, die es trotz Top-12-Quali-Positionen nicht geschafft haben, dürften das Ganze mit einem weinenden Auge verfolgen.
Harte Fakten, tiefe Taschen
Der Clinch um die Spieler zeigt einmal mehr, wie tief die Gräben noch sind – und wie sehr das Finanzielle die Schlagzeilen dominiert. LIV Golf hat Gerüchten zufolge in den letzten fünf Jahren über 5 Milliarden Dollar Verlust eingefahren. Doch hohe Signing-Boni und saftige Preisgelder halten die Liga am Leben und ihre Spieler in der Diskussion um internationale Team-Events. Die Frage ist nicht, ob Geld eine Rolle spielt, sondern wie lange diese Show noch läuft.
Last-Minute-Drama ums Ticket
Selbst die Teamzusammenstellung war bis zum Schluss ein Nervenkrimi. Jackson Koivun sicherte sich erst ganz am Ende das letzte Ticket für die USA. Eine Verletzungssituation von J.J. Spaun mischte die Karten neu und verschaffte Koivun die entscheidende Chance. Da ging es also bis zur letzten Sekunde richtig zur Sache, bevor Snedeker sein Team komplett hatte.



