
ROCESTER, England – Joaquin Niemann liegt kumulativ 29 unter Par über sechs Runden im JCB Golf & Country Club. Das macht ihn zum besten Spieler bei den ersten beiden Besuchen der LIV Golf League auf dem Platz in Staffordshire. Dabei holte er sich 2023 den Sieg und landete 2024 auf einem geteilten zweiten Platz. Doch ein Loch, das in den letzten zwei Jahren als Par 4 mit knapp 500 Yards (457 Meter) gespielt wurde, war für den Torque GC Captain die größte Herausforderung – 3 über Par stand er dort.
Dieses Jahr gibt's die große Wende: Loch 6, bisher ein echtes Schreckgespenst, wird zum Par 5 umfunktioniert. Ein weiter hinten liegender Abschlag macht die Sache noch ein Stück länger, doch Niemanns Miene hellt sich auf. „Ich bin jetzt 1 unter“, strahlt er. Die Anpassung macht die Bahn wieder zu einem echten Par 5, wie es die Mitglieder spielen, und macht den Kurs zu einem Par 72 auf der Scorecard. Es ist die größte Veränderung für das LIV Golf United Kingdom Presented by JCB, das diese Woche am Start ist.
Erlösung auch für Poulter
Nicht nur Niemann dürfte aufatmen, auch Ian Poulter ist sichtlich glücklich über die Kurskorrektur. „Gott sei Dank“, entfährt es dem Majesticks Golf Club Co-Captain. Er selbst hatte von der Änderung erst nach seiner Proberunde am Montag erfahren. Als er Loch 6 spielte, erzählte Poulter seinem Caddie Richard Curr, der das JCB zum ersten Mal sah: „Alter, warte, bis du dieses Par 4 siehst. Es ist unfassbar hart.“ Trotz eines guten Abschlags brauchte Poulter ein 5er-Holz, um überhaupt an den Grünsaum zu kommen, nur um seinen Chip ins Rough zu nageln und Curr auf die winzige Grünfläche hinzuweisen.
Weniger Stress auf der "6"
Später am Abend kam dann die erlösende Nachricht für Poulter beim Dinner im Clubhaus: Loch 6 ist jetzt ein Par 5. Seine Schlussfolgerung ist klar: „Es ist ein besseres Par 5.“ Die Erwartung ist groß, dass die Bahn damit ihren Titel als schwierigstes Loch der Anlage endgültig verliert. „Es wird sich weniger schädlich und weniger stressig anfühlen“, so Poulter.


