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McIlroy warnt: Spieler fliehen nach LIV-Pleite

Rory über das Chaos! Wer kehrt der Tour den Rücken? Jetzt lesen!

PG
PGA Tour
9. September 2026 · 2 Min. Lesezeit
McIlroy warnt: Spieler fliehen nach LIV-Pleite

Die Bombe ist geplatzt, aber nicht ganz unerwartet: LIV Golf hat Insolvenzschutz beantragt, und das Chaos im Profigolf geht in die nächste Runde. Rory McIlroy sieht das Ganze – Achtung – sogar als Chance.

Ein Blick in die Unterlagen beim New Jersey Court offenbart das ganze Schlamassel: LIV, das Anfang des Jahres noch seine dicken saudischen Sponsoren hatte, plant zwar einen Neustart, aber die Zahlen sprechen Bände. Denn die 2022 ins Leben gerufene Tour schuldet sage und schreibe zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar. Und das an mindestens 1.000 Gläubiger, darunter Hochkaräter wie Bryson DeChambeau und Jon Rahm – die Jungs, die mal die Gesichter der LIV waren. Klar, die Gerüchteküche brodelt schon länger, dass einige dieser Jungs zurück zur US PGA Tour wollen. Doch die PGA hat knallhart klargemacht: Aktuell gibt's keine offizielle Rückfahrkarte.

McIlroy, der am Mittwoch vor seiner Titelverteidigung bei den Irish Open in Doonbeg mit den Reportern sprach, macht keinen Hehl aus seiner Meinung: „Ich stecke nicht in ihren Schuhen, aber LIV sah am Anfang finanziell deutlich attraktiver aus als das, was LIV 2.0 wohl bieten wird. Ich will die Zukunft nicht vorhersagen, aber ich wette, einige werden die Biege machen.“ Und das hat Folgen: „Ich denke, das bedeutet, dass andere Touren jetzt in Zugzwang sind“, so McIlroy. „Es gibt viele Spieler bei LIV, die Turniere extrem stärken und sie wettbewerbsfähiger machen können. Das wäre ein echtes Plus für die DP World Tour.“ Der Mann, der sechs Major-Titel auf dem Konto hat, zieht sein Fazit: „Alles in allem ist das, wie sich die Dinge entwickeln, eine richtig gute Sache für das gesamte Golf-Ökosystem. Mehr richtig starke Spieler machen die Turniere einfach spannender.“

Die LIV-Rebellen-Tour hat die Golfwelt gespalten wie kaum etwas zuvor und die Top-Stars mit schwindelerregenden Summen gelockt. Nun ja. Tour-Offizielle hatten zwar immer wieder beteuert, dass eine "2.0"-Version der Tour mit neuen Investoren, kürzerem Spielplan und reduzierten Preisgeldern wieder am Start sein wird. Und siehe da: Jetzt wird's konkret. Am Dienstag gab's weitere Infos: LIV will auf fünf Kontinenten Abschläge schlagen – von Australien über Mexiko bis in die USA. Und der lange gehegte Verdacht hat sich bestätigt: Für den Neustart haben sie sich BC Partners an Bord geholt, die britische Investmentgruppe, die schon lange als mysteriöser "Lead Investor" gehandelt wurde.

Währenddessen ist Rory McIlroy selbst bei den Irish Open am Start, um seinen Titel zu verteidigen. Das Ganze steigt ausgerechnet auf Donald Trumps Doonbeg Golf Course in County Clare. Und dort sind neben Rory auch die Major-Champions Jon Rahm und Shane Lowry mit von der Partie. Apropos Trump: Der US-Präsident wird voraussichtlich höchstpersönlich beim Turnier aufschlagen, wenn er demnächst Irland besucht und dort mit Präsidentin Catherine Connolly und Premierminister Micheal Martin spricht.

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